Auf Entdeckungsreise zu Deinem Atem

Entdeckungsreise zum Atem

Mit dieser Anleitung kannst Du Dich auf Entdeckungsreise zu Deinem Atem begeben, lernen ihn wahrzunehmen und zu schätzen und dabei wunderbar entspannen. Am besten ist es, diese Anleitung im Sitzen auszuprobieren.
Wenn Du selbst Kurse leitest, kannst Du diese Anleitung mit Deinen TeilnehmerInnen einmal ausprobieren. Neben der Atementspannung sind auch einige „Wissenselemente“ darin verpackt – eine kreative Methode, wie sich Inhalte auf besondere Weise vermitteln lassen.

Entdeckungsreise zu Deinem Atem

Setze Dich entspannt und aufrecht, vielleicht ein wenig auf der Vorderkante des Stuhles, so dass Du Deine Sitzhöcker spüren kannst. Deine Beine sind im rechten Winkel, Deine Füße stehen fest auf dem Boden. Spüre zunächst in Deinen Körper hinein und nimm ihn wahr… Atme einige Male ein und aus… und komme mit, auf Entdeckungsreise zu Deinem Atem…

Dein Atem ist Deine wichtigste Energiequelle, die dich mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt…

…und er ist dir so selbstverständlich, dass du im Alltag kaum einen Gedanken auf ihn verwendest…

ganz wie von selbst strömt er ein … und aus… ohne dein Zutun… ein und aus….

… in deinem Atemrhythmus spiegelt sich dein Leben wieder….er ist die Brücke zwischen Körper und Seele

Wie ein Seismograph zeigt er Stimmungen und Gefühle an….

vielleicht führst du ein atemberaubendes Leben…. oder dir bleibt manchmal sprichwörtlich einfach die Luft weg… vielleicht musst du manchmal einfach „erst mal tief durchatmen“ um weiter zu machen….

Das Wort „Atem“ selbst ist eng mit Begriffen wie Geist oder Seele verwandt.

Atman – sagt man im Sanskrit und dies bedeutet gleichzeitig Hauch und Seele oder „Gott in mir“ …

Dein Atem ist die einzige Funktion des vegetativen Nervensystems auf die Du jederzeit willentlich zugreifen … und die Du verändern kannst.

Du hast ihn immer und überall dabei…. und kannst damit Einfluss nehmen auf dein körperliches und seelisches Geschehen.

In Deinem Atem liegt Dein Schlüssel zu Vitalität, Energie und Ausgeglichenheit. Mit Hilfe Deiner Atmung kannst du entspannen, Sorgen loswerden, Schmerzen lindern und Gefühle ausdrücken.

Nimm nun einmal bewusst Deinen Atmen wahr…wo in Deinem Körper kannst Du ihn gut spüren…

lege Deine Hände dazu einmal auf den Bauch…

auf Deine Seiten an den Rippenbögen…

auf Deinen Rücken – dort wo du ihn gut erreichen kannst….

auf Deine Brust….

auf die kleine Kuhlen, direkt über deinen Schlüsselbeinknochen….

wo kannst Du deinen Atem besonders gut wahrnehmen….

Lege nun Deine Hände locker in den Schoß…

und spüre einmal nach… wo du den Hauch des Atems oder leise – ganz feine Atembewegungen einfach so wahrnehmen kannst…

vielleicht spürst du eine Atembewegung in deinem Becken

in deinem mittleren Rücken

vielleicht kannst du spüren, wie der Atem durch Deine Kehle streicht…

oder durch deine Nasenflügel

lass Dich von deinem Atemrhythmus tragen… und nimm nur einfach wahr…

Nun kannst Du einmal versuchen… den Atemstrom in bestimmte Körperregionen zu lenken… und diese mit Energie und Sauerstoff zu versorgen….

du musst dabei gar nicht wissen, wie das geht… oder wie Du das machen kannst… Du brauchst dazu nur deine Aufmerksamkeit…

Atme nun ein…

und schicke deinen Atem mit dem Ausatmen in deine Füße

Atme ein…

und schicke deinen Atem mit dem Ausatmen in deine Unterschenkel und Oberschenkel

Atme ein…

und schicke Deinen Atem mit dem Ausatmen in Deinen Unterleib

Atme ein…

und schicke Deinen Atem mit dem Ausatmen in Deinen Rücken

Atme ein…

und schicke Deinen Atem mit dem Ausatmen in Deinen Bauchraum

Atme ein…

und schicke Deinen Atem mit dem Ausatmen in Deinen Brustkorb

Atme ein…

und schicke Deinen Atem mit dem Ausatmen in Schulter und Nacken

Atme ein…

und schicke Deinen Atem mit dem Ausatmen in Dein Gesicht….

Atme ein…

und schicke Deinen Atem mit dem Ausatmen in Deinen ganzen Körper

Nimm Dir nun noch einen kurzen Moment… deine Gedanken und Gefühle wahrzunehmen… so wie sie gerade da sind… ohne sie zu bewerten…

und dann beende Deine gute Entspannung… und sei wach und frisch.

Wenn Dir diese Anleitung gefallen hat, freue ich mich sehr über Deine Erfahrungen!

Vielleicht interessiert Dich auch dieser Beitrag, in dem Du mehr über den Atem erfährst: Atem – Brücke zwischen Körper & Seele

Herzlich Gertrude Henn

Neue Wege gehen

Neue Wege gehen

Neue Wege gehen – eine Ermutigung aus Erfahrungen zu lernen

Leitfaden in 5 Szenen von Nosrat Peseschkian

1. Szene:
Ich gehe die Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich falle hinein.
Ich bin verloren… Ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos, wieder herauszukommen.

2. Szene:
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich tue so, als sähe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann nicht glauben, schon wieder
am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es lange, herauszukommen.

3. Szene:
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich sehe es..
Ich falle immer noch hinein… aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen.
Ich weiß, wo ich bin.
Es ist meine eigene Schuld.
Ich komme sofort heraus.

4. Szene:
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich gehe drum herum.

5. Szene:
Ich gehe eine andere Straße.

Bildquelle: pixabay CC0
Textquelle: überliefert nach Nosrat  Peseschkian – Buchtitel unbekannt

Sommerferienglücksgedanken

Liebe FreundInnen von henn-trainings & seminare und vom „EntspanntesLeben-Blog“,
mit diesen Sommerferienglücksgedanken  wünsche ich  Euch allen sonnige und genußvolle Sommertage.

Herzlich Trudy Henn

Texte: © Gertrude Henn
Bildquelle: pixabay CC0

PS: Ich selbst schenke mir in den nächsten Wochen immer mal wieder kleine Auszeiten – auch digital – und freue mich aufs „Seele baumeln lassen“.
Damit Ihr Euch aber schon für Kurse anmelden könnt, bin ich über E-Mail erreichbar.

ZENbo Balance – Body & Mind-Training

ZENbo Balance – Body & Mind-Training

ZENbo Balance – verbindet östliche und westliche Entspannungsverfahren

ZENbo Balance ist ein neues ganzheitliches Kurskonzept, das östliche und westliche Entspannungsverfahren miteinander verbindet.

Es ist ein sanftes Bewegungs- und Entspannungsprogramm für Menschen jeden Alters und wird im Stehen, Sitzen und Liegen durchgeführt.

ZENbo Balance vereint Meditation, Bewegungsübungen – angelehnt an Qi Gong und Yoga – mit den westlichen Entspannungsverfahren Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training.

Die Kombination aus Ruhe und Bewegung spricht alle Facetten von Entspannung an und damit auch die unterschiedlichen Bedürfnisse und Vorlieben Entspannung suchender Menschen.

ZENbo – Geist und Körper ZENtrieren

Dabei steht „ZEN“ für das ZENtrieren des Geistes und „bo“ für Body – den Körper. ZENbo Balance ist also wohltuende Balance für Körper und Geist und wirkt ganzheitlich harmonisierend und entspannend.

Das Konzept – SILENCE – MOVE – RELAX & Go –

Jede ZENbo Balance Stunde besteht aus 3 Phasen.

SILENCE –  Ankommen, ZENtrieren, den Geist klären mit einer Meditation.

MOVE – Konzentrierte sanfte Bewegungsübungen im Rhythmus des eigenen Atems fördern die Beweglichkeit, Körperwahrnehmung und die innere wie äußere Balance. Die Übungen sind angelehnt an Qi Gong und Yoga und werden im Stehen, Sitzen oder am Boden ausgeführt.

RELAX & GO – Eine Entspannungsphase mit Autogenem Training oder Progressiver Muskelentspannung und als GO eine kurze Geschichte, die zum Nachdenken anregt und in die kommende Woche wirkt.

Neue ZENbo Balance Kurse in Mainz

Ich freue mich, dieses neue Konzept – mit dem Zeug zum Klassiker – in einem ersten Kurs nach den Sommerferien anzubieten. Der Anfängerkurs findet vom 06.08. bis 24.09. jeweils Montags von 18.00 – 19.00 Uhr statt. Ein Aufbaukurs folgt im Herbst und startet am 22.10.2018.

Wenn Du dabei sein möchtest, schicke mir gern eine Nachricht.

Herzlich Trudy Henn

In diesem Youtube Video meines Ausbildungsinstituts kannst Du Dir einen kleinen Vorgeschmack auf diese wunderbare Methode holen:

Großer Aufruhr im Wald

Großer Aufruhr im Wald – Eine Geschichte über die Wirkung einer einfachen Bitte

Im Wald herrschte großer Aufruhr, denn es ging das Gerücht um, der Bär habe eine Todesliste. Alle Tiere des Waldes fragten sich ängstlich, wer denn nun auf dieser Liste stehe.

Als erster nahm der Hirsch all seinen Mut zusammen. Er ging zum Bären und fragte ihn:
„Sag mal Bär, stehe ich auch auf deiner Liste?“
„Ja“ sagte der Bär „auch dein Name steht auf der Liste.“
Voller Angst drehte sich der Hirsch um und zog von dannen. Und wirklich, nach 2 Tagen wurde der Hirsch tot aufgefunden.

Die Angst bei den Waldbewohnern stieg immer mehr und die Gerüchteküche um die Frage, wer denn nun auf der Liste stehe, brodelte.

Der Keiler war der erste, dem der Geduldsfaden riss. Und auch er suchte den Bären auf um zu erfahren, ob er auf der Liste stehe.
„Ja“ antwortete der Bär „auch du stehst auf der Liste“.
Verängstigt verabschiedete sich der Keiler vom Bären. Und auch ihn fand man nach 2 Tagen tot auf.

Nun brach Panik bei den Waldbewohnern aus. Nur der Hase traute sich noch, den Bären aufzusuchen.

„Bär, steh ich auch auf der Liste?“
„Ja, auch du stehst auf der Liste“
„Kannst du mich da streichen?“
„Ja klar, kein Problem“ ….

Quelle: unbekannt
Bildquelle: pixabay CC0

Kreative Methoden – Nummerierte Fragerunde

Kreative Methoden für lebendige Gesundheitstrainings

Im Gespräch mit Michaela Engels von Denkanstoss-Engels

In diesem Video-Talk sprechen Michaela und ich über Kreative Methoden für Seminare und stellen Dir auch gleich eine interaktive Idee vor, mit der man sich als Kursleitung mal auf ganz andere Art präsentieren kann.

Hier kannst Du Dir die „Nummerierte Fragerunde“ als pdf.Datei herunterladen:
Nummerierte Fragerunde

Die Blauelster – Entspannung und Beweglichkeit für Deine Wirbelsäule

Die „Blauelster“- Entspannung für die ganze Wirbelsäule

Die „Blauelster“ ist eine sanfte Übung, die auf die gesamte Wirbelsäule wirkt und diese beweglich hält.

So geht es:

  • Stelle Dich aufrecht und entspannt hin
  • Länge Deine Wirbelsäule beim Ausatmen, der Scheitel strebt zum Himmel
  • Bleibe so und nimm Dir eine kurze Atempause (ca. 5 Sekunden)
  • Sacke beim Einatmen  in Deiner Wirbelsäule zusammen
  • Bleibe so und nimm Dir eine eine kurze Atempause (ca. 5 Sekunden)
  • Wiederhole dies einige Male

Das Besondere:

Das Besondere ist das Ausatmen beim Strecken und das Einatmen beim Zusammensacken. Wenn Du deinen natürlichen Atemimpulsen folgst, machst du es sonst automatisch „andersherum“.

Durch diese Art „Pumpbewegung“ und den leichten Zug (Traktion) auf die Wirbelsäule lassen sich Beschwerden in allen drei Abschnitten der Wirbelsäule lindern. Die „Blauelster“ hilft bei Lumbago, Ischias, Bandscheibenbeschwerden in der Lendenwirbelsäule und bei Hals- und Lendenwirbelarthrose.

Achte auf Dich:

Wichtiger als das Einhalten der 5-sekündigen Atempause ist immer DEIN Körpergefühl und das bewusste Ausführen der einzelnen Schritte.

Die Methode „Zilgrei“:

Die „Blauelster Übung“ entstammt aus dem Zilgrei, einer Selbstbehandlungsmethode, die bestimmte Atemtechniken mit Körperbewegungen kombiniert.

Ein Zilgrei-Atemzyklus besteht aus:

Einatmen – 5 sec. Atempause – Ausatmen – 5 sec. Atempause
mit insgesamt 5 Wiederholungen

Probiert es mal aus und schreibt gern Eure Erfahrungen.

Herzlich

Trudy Henn

Vielen Dank an Anna-Maria Pröll, die diese Übung in der Fortbildung „Bewegen- Dehnen -Entspannen“ gezeigt hat.

 

Bildquelle: pixabay CC0