Kreative Methoden – Nummerierte Fragerunde

Kreative Methoden für lebendige Gesundheitstrainings

Im Gespräch mit Michaela Engels von Denkanstoss-Engels

In diesem Video-Talk sprechen Michaela und ich über Kreative Methoden für Seminare und stellen Dir auch gleich eine interaktive Idee vor, mit der man sich als Kursleitung mal auf ganz andere Art präsentieren kann.

Hier kannst Du Dir die „Nummerierte Fragerunde“ als pdf.Datei herunterladen:
Nummerierte Fragerunde

Die Blauelster – Entspannung und Beweglichkeit für Deine Wirbelsäule

Die „Blauelster“- Entspannung für die ganze Wirbelsäule

Die „Blauelster“ ist eine sanfte Übung, die auf die gesamte Wirbelsäule wirkt und diese beweglich hält.

So geht es:

  • Stelle Dich aufrecht und entspannt hin
  • Länge Deine Wirbelsäule beim Ausatmen, der Scheitel strebt zum Himmel
  • Bleibe so und nimm Dir eine kurze Atempause (ca. 5 Sekunden)
  • Sacke beim Einatmen  in Deiner Wirbelsäule zusammen
  • Bleibe so und nimm Dir eine eine kurze Atempause (ca. 5 Sekunden)
  • Wiederhole dies einige Male

Das Besondere:

Das Besondere ist das Ausatmen beim Strecken und das Einatmen beim Zusammensacken. Wenn Du deinen natürlichen Atemimpulsen folgst, machst du es sonst automatisch „andersherum“.

Durch diese Art „Pumpbewegung“ und den leichten Zug (Traktion) auf die Wirbelsäule lassen sich Beschwerden in allen drei Abschnitten der Wirbelsäule lindern. Die „Blauelster“ hilft bei Lumbago, Ischias, Bandscheibenbeschwerden in der Lendenwirbelsäule und bei Hals- und Lendenwirbelarthrose.

Achte auf Dich:

Wichtiger als das Einhalten der 5-sekündigen Atempause ist immer DEIN Körpergefühl und das bewusste Ausführen der einzelnen Schritte.

Die Methode „Zilgrei“:

Die „Blauelster Übung“ entstammt aus dem Zilgrei, einer Selbstbehandlungsmethode, die bestimmte Atemtechniken mit Körperbewegungen kombiniert.

Ein Zilgrei-Atemzyklus besteht aus:

Einatmen – 5 sec. Atempause – Ausatmen – 5 sec. Atempause
mit insgesamt 5 Wiederholungen

Probiert es mal aus und schreibt gern Eure Erfahrungen.

Herzlich

Trudy Henn

Vielen Dank an Anna-Maria Pröll, die diese Übung in der Fortbildung „Bewegen- Dehnen -Entspannen“ gezeigt hat.

 

Bildquelle: pixabay CC0

 

Wie ich ein Narr wurde

Wie ich ein Narr wurde

Wie ich ein Narr wurde – Eine Geschichte über ein Leben ohne Masken

Ihr fragt mich, wie ich ein Narr wurde. Es geschah so:

Eines Tages, lange bevor viele Götter geboren wurden, erwachte ich aus einem tiefen Schlaf und sah, dass alle meine Masken gestohlen worden waren – die sieben Masken, die ich sieben Leben lang gestaltet und getragen habe.

Ich lief maskenlos durch die belebten Straßen und rief: „Diebe, Diebe, die verfluchten Diebe!“

Männer und Frauen lachten mich aus, und manche liefen in ihre Häuser, weil sie Angst vor mir hatten. Und als ich den Marktplatz erreichte, rief ein Junge von einem Hausdach herunter: „Er ist ein Narr!“

Ich hob den Kopf, um ihn zu sehen, und zum ersten Mal küsste die Sonne mein eigenes nacktes Gesicht.

Zum ersten Mal küsste die Sonne mein eigenes nacktes Gesicht, und meine Seele entflammte in Liebe zur Sonne, und ich wollte meine Masken nicht mehr.

Und wie verzückt rief ich aus:“Gesegnet und gepriesen seien die Diebe, die meine Masken stahlen!“

So bin ich zum Narren geworden. Und ich habe sowohl Freiheit als auch Sicherheit in meinem Wahnsinn gefunden; die Freiheit des Alleinseins und das Bewahrtsein vor dem Verstandenwerden. Denn die, die uns verstehen, versklaven etwas in uns.

Aber ich will nicht allzu stolz auf diese Sicherheit sein. Auch ein Dieb in einem Gefängnis ist sicher vor einem anderen Dieb.

Autor: Khalil Gibran
Bildquelle: pixabay CC0

Was ist das Leben

Was ist das Leben – Eine Geschichte, über das Wunder des Lebens und die Fülle

An einem schönen Sommertag war um die Mittagszeit eine Stille im Wald eingetreten. Die Vögel steckten ihre Köpfe unter die Flügel. Alles ruhte. Da steckte plötzlich der Buchfink sein Köpfchen hervor und fragte:

Was ist das Leben?

Alle waren betroffen über diese schwere Frage.

Eine Rose entfaltete gerade ihre Knospe und schob behutsam ein Blatt ums andere heraus. Sie sprach:

Das Leben ist eine Entwicklung.

Weniger tief veranlagt war der Schmetterling. Lustig flog er von einer Blume zur anderen, naschte hier und dort und sagte:

Das Leben ist lauter Freude und Sonnenschein.

Drunten am Boden schleppte sich eine Ameise mit einem Strohhalm, der zehnmal länger als sie selbst war, ab und klagte:

Das Leben ist nichts als Mühe und Arbeit.

Geschäftig kam eine Biene von einer nektarhaltigen Blüte zurück und meinte dazu:

Das Leben ist ein Wechsel von Arbeit und Vergnügen.

Wo so weise Reden geführt wurden, steckte auch der Maulwurf seinen Kopf aus der Erde und wusste:

Das Leben ist ein Kampf in Dunkel.

Die Elster, die selbst nichts weiß, und nur vom Spott der anderen lebt, tat ebenfalls ihre Meinung kund: Was ihr für weise Reden führt! Man sollte wunders meinen, was ihr für gescheite Leute seid!

Es hätte nun fast einen großen Streit gegeben, wenn nicht ein feiner Regen eingesetzt hätte, der sprach:

Das Leben besteht aus Tränen, nichts als Tränen.
Dann zog er weiter zum Meer.

Dort brandeten die Wogen und warfen sich mit Gewalt gegen die Felsen, kletterten daran in die Höhe, warfen sich mit gebrochener Kraft wieder ins Meer zurück und stöhnten:

Das Leben ist ein stetes, vergebliches Ringen nach Freiheit.

Hoch über dem Wald zog ein Adler majestätisch seine Kreise, er frohlockte:

Alles Leben ist ein Streben nach oben.

Nicht weit davon stand eine Weide, die hatte der Sturm schon zur Seite geneigt. Sie ächzte:

Das Leben ist ein Sich-Neigen unter einer höheren Macht.

Dann brach die Nacht herein …

Im lautlosen Flug glitt ein Uhu durch das Geäst des Waldes und rief:

Das Leben heißt, die Gelegenheit nutzen, wenn die anderen schlafen.

Schließlich wurde es still im Wald.

Nach einer Weile ging ein Mann durch die menschenleeren Wege nach Hause. Er kam von einer Lustbarkeit und sagte so vor sich hin:

Das Leben ist ein ständiges Suchen nach Glück und Erfolg sowie eine Kette von Enttäuschungen.

Da flammte auf einmal die Morgenröte in ihrer vollen Pracht auf und sprach:

Wie ich, die Morgenröte, der Beginn des kommenden Tages bin, so ist das Leben der Anbruch der Ewigkeit.

Quelle: Schwedisches Waldmärchen
Bildquelle: pixabay CC0

12 Kreative Methoden eine Gruppe einzuteilen

Kreative Methoden für lebendige Gesundheitstrainings

12 Kreative Methoden eine Gruppe einzuteilen

Oft läuft es von alleine

Wenn Du mit Gruppen arbeitest, wirst Du manchmal auch gezielt Kleingruppen- oder Partnerarbeit anbieten, etwa um ein Thema zu bearbeiten oder eine Aktion zu starten.

Oft läuft es von alleine, wenn Du sagst „Findet Euch zu zweit, dritt, viert zusammen. Manchmal musst Du das Ganze jedoch ein wenig „begleiten“ und schauen, dass alle „unterkommen“, niemand übrig bleibt oder den Schüchternen ein wenig über die Hemmschwelle helfen.

„Durchmischen“ ermöglicht neue Erfahrungen und Begegnungen

Es ist okay, wenn sich in einer Gruppe – die schon länger zusammen arbeitet – diejenigen in Kleingruppen zusammenfinden, die sehr gern zusammen arbeiten oder etwas zusammen machen wollen … dabei aber offen und bereit bleiben auch jemand neuen in ihre Kleingruppe zu lassen. Manchmal kann es aber sinnvoll sein, einmal kräftig „durchzumischen“ und dadurch neue Begegnungen und Erfahrungen zu ermöglichen. Bei Gruppen, die neu zusammentreffen kann eine pfiffig angeleitete Kleingruppenbildung aber auch hilfreich und unterstützend sein und dazu noch Spaß machen und das Miteinander fördern.

Für Deine Kurse und Seminare stelle ich Dir hier einige kreative Methoden vor, mit denen Du Deine Gruppe spielerisch einteilen kannst.

Stress bei der Gruppenpartnerwahl

Bedenken solltest Du außerdem, dass die Gruppenpartnerwahl für einige Menschen mit Stress verbunden sein kann – und vielleicht ungute Erinnerungen weckt, weil jemand in der Schule immer der-/diejenige war, die übrig blieb…

Durch die „kreativen Hilfsmittel“ und eine klare Aufgabe gibst Du auch noch ein wenig fremdelnden Teilnehmern einen Sicherheit vermittelnden Aufhänger an die Hand. Und keine/r bleibt übrig

„Durchzählen“ … profan aber manchmal sinnvoll

Die profane Methode „durchzählen“ kennst Du ja bestimmt – und manchmal nutze ich sie auch, denn es muss nicht immer alles nochmal „methodisch aufbereitet“ werden. Du kannst auch einfach Karten mit Zahlen vorbereiten und ziehen lassen. Gelegentlich muss und sollte es einfach auch mal schnell gehen.

Vielleicht hast Du aber manchmal Lust, ein wenig kreativer vorzugehen oder die Methode passt gut zum Thema und zu Dir.

Dann probiere doch mal diese kreativen Ideen aus:

12 Kreative Methoden eine Gruppe einzuteilen

12 … oder mehr …

Klebepunkte

Eine kleine Methode mit Überraschungseffekt ist die Variante unter den Stühlen verschiedenfarbige Klebepunkte anzubringen. Wer die gleiche Farbe hat ist in einer Gruppe.

Süßigkeiten / Bonbons

Überlege Dir, wie viel Kleingruppen Du bilden möchtest und kaufe z.B. 5 verschiedene kleine Süßigkeiten / Bonbons. Diese kannst Du auch schon als Willkommensgruß auf den Stühlen verteilen… – am besten mit dem Hinweis sie noch nicht zu essen J Wer die gleiche Süßigkeit hat, ist in einer Gruppe. Auch hier gibt es einen kleinen Überraschungseffekt, wenn sich herausstellt, wozu die Süßigkeiten noch gut sind.

Außer Süßigkeiten kommen natürlich noch ganz viele andere Kleinigkeiten in Frage, z.B. Knöpfe, Perlen, Murmeln etc …. aber Süßigkeiten freuen die meisten. Statt etwas auf den Stühlen zu verteilen kannst Du auch alle Teile in ein Säckchen packen und ziehen lassen. Oder besorge eine Tüte mit Gummibärchen zum Zugreifen. Und noch eine gesunde Variante: Nimm Obst dazu.

Zitate

Zerlege verschiedene Zitate z.B. in 2-4 Teile – je nachdem, wie groß die Untergruppen sein sollen.  Aufgabe der TN ist es, die Zitate richtig zusammen zu setzen. Das bringt Bewegung und Kontakt untereinander, denn diese Aufgabe ist nur zu lösen, wenn man sich miteinander verständigt. Du kannst auch bewusst Zitate auswählen, die schon etwas mit dem Thema zu tun haben… und dann den jeweiligen Gruppen einen ersten Arbeitsauftrag geben, sich über ihre Gedanken zum Zitat auszutauschen.

Anstelle von Zitaten lassen sich auch gut bekannte Sprichworte „zerteilen“.

Puzzle

 

Postkartenpuzzle
Selbstgemachtes Postkartenpuzzle

Du brauchst dazu einige Postkarten. Wenn die genaue Teilnehmerzahl feststeht zerschneidest Du die Postkarten jeweils in so viele Teile, wie die jeweiligen Kleingruppen umfassen sollen.  Also beispielsweise 4 Postkarten in jeweils 5 Teile. Die Puzzleteile kommen in ein Körbchen und werden gezogen. In einer Gruppe ist, wer die Puzzleteile einer Postkarte hat. Auch das bringt Bewegung und Kontakt auf kreative Weise.

Memory

Für die Gruppenbildung kannst Du gut ein Memory-Spiel nutzen. Memorys gibt es inzwischen auch mit mehr als zwei gleichen Bildern und mit hübschen künstlerischen Motiven, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Anstelle eines Memorys lässt sich ebenso sehr gut ein gewöhnliches Kartenspiel verwenden … dann können sich alle en finden, alle Buben, Damen, je nach dem.

Berühmte Paare der Weltgeschichte

Dazu erstellst Du jeweils 2 Karten mit zusammen gehörenden berühmten Paaren, die sich finden müssen; z. B. Asterix und Obelix, Micky und Donald, Cäsar und Kleopatra, Tim und Struppi, Winnetou und Old Shatterhand, Maria und Josef usw. Wichtig ist, dass die Paare den TN bekannt sind.

Schütteldosen

Gruppenbildung mit Schütteldosen stellt einige Ansprüche an das Gehör Deiner TN kann aber großen Spaß machen. Du füllst dazu kleine Döschen mit unterschiedlichen Materialien. Es eignet sich alles was, Geräusche macht, wenn man es schüttelt. Und das ist eine ganze Menge. Denke z.B. an Reiskörner, Bohnenkerne, Hirse, Linsen, Sand aber auch an kräftigere Geräusche, z.B. Perlen, Schräubchen, Knöpfe… und noch mehr. Der Clou könnten gleiche Döschen ohne Inhalt sein… das Geräusch: Stille :-). Die Schütteldosen stellst Du einmal her und am besten legst Du Dir ein ganzes Sortiment zu, wenn Du Spaß an dieser Idee hast. Gut geeignet sind z.B. die alten schwarzen Kleinbildfilmdosen. Für Dich als Arbeitserleichterung kannst Du die Dosen „verschlüsselt“ markieren und musst sie so beim Zusammenstellen nicht alle öffnen.

Fäden ziehen

Für die Bildung von Paaren eignet sich die Methode „Fäden ziehen“ ebenfalls gut. Du benötigst dazu ca. 1m lange Wollfäden – halb so viele wie Teilnehmer. Du als Leitung hältst „alle Fäden fest in der Hand“ 🙂 . Jede/r greift sich ein Fadenende… die Partnerin hängt am anderen Ende.

Und hierbei wird es turbulent – vor allem für spielfreudige Gruppen:

Familie Neiher-Meier-Bayer- Peiher

Zu jedem Familiennamen gibt es 4-5 Karten: Vater Meier, Mutter Meier, Tochter Meier, Sohn Meier und Oma Meier… usw. Aufgabe ist es, dass alle Familienmitglieder zusammenfinden. In der Regel wird wild durcheinander gerufen. Wegen der Ähnlichkeit der Namen besteht akute „Verwechslungsgefahr“. 🙂

Anstelle unterschiedlicher Anfangsbuchstaben kannst Du das auch mit Maier, Meyer, Mair, Mayer und Meir durchführen.

Wie guckst Du

Wie guckst Du - Gruppeneinteilung
Wie guckst Du – Mimikaufgaben

Auf vorbereiteten Karten stehen Mimikaufgaben, z.B. Zwinkern mit dem rechten / linken Auge, Nase rümpfen, breites Grinsen , Stirn runzeln usw. Die Gruppenmitglieder finden sich anhand der gleichen Mimik zusammen.

Das große Hallo

Auf vorbereiteten Karten stehen unterschiedliche Begrüßungsrituale (Hand reichen, an die eigene Stirn tippen, Verbeugung voreinander mit gefalteten Händen, Umarmung, am Ohr zupfen, Nasen aneinander reiben (Eskimobegrüßung – Vorsicht!)

Diese Aktion ist schön, auch zum Kennen lernen, zum Einstieg in das Thema Kommunikation oder Kulturen. Wichtig ist es, eine sich noch fremde Gruppe nicht zu überfordern, und je nach Gruppenzusammensetzung harmlosere / körperkontaktfreie Begrüßungen zu wählen.

Das große Hallo - Gruppen einteilen
Das große Hallo – Begrüßungsrituale

Tierisch

Die TN ziehen Kärtchen auf denen Tierlaute stehen. Die entsprechenden Gruppenmitglieder sollen anhand der Tierlaute identifiziert werden. Die Steigerung: Tierlaute und mit geschlossenen Augen den / die Partner finden. Als Kursleitung hier unbedingt die Sicherheit im Blick behalten. Wenn jemand die Augen nicht schließen mag ist das immer zu akzeptieren.

 

Nun bist Du dran

Du siehst… es gibt sooo viele Möglichkeiten etwas Schwung in die Gruppeneinteilung zu bringen, je nach dem was Du vor hast und wie sich Deine Gruppe zusammen setzt. Wenn Du keine Partnerarbeit machst, empfehle ich Dir 4-5 TN für die Arbeit in einer Kleingruppe. Das ist eine sehr übersichtliche arbeitsfähige Anzahl, die sich gut miteinander organisieren kann .

Ich freue mich auf Deine Erfahrungen… oder Ergänzungen zu weiteren Methoden, gern im Kommentar.

Herzlich Trudy Henn