Entspannung & Erfrischung für Deine Augen

Palmieren – Eine wohltuende Entspannungsübung für „Wache Augen“

Durch Palmieren kann man müde und gestresste Augen, gerade bei Bildschirmarbeit, immer mal wieder erfrischen.

So geht es

  • Setz dich bequem hin, und gönne dir ein paar ruhige Atemzüge.
  • Reibe deine Handflächen mehrmals aneinander, so dass sie sich mit Wärme und Energie aufladen.
  • Jetzt legst du deine leicht gewölbten Handflächen über die Augen.
  • Die Finger kannst du auf der Stirn parken, die Hände berühren die Augen nicht, auch die Nase braucht noch Platz.
  • Prüfe, zunächst mit geöffneten Augen, ob noch Licht einfällt.
  • Dann schließe deine Augen und nimm für 1-2 Minuten ruhig atmend einfach die Dunkelheit wahr.
  • Die Augen entspannen dabei ganz von selbst.
  • Dann zunächst bei geschlossenen Augen die Hände wegnehmen und nachspüren.
  • Anschließend die Augen in Zeitlupe öffnen und spüren was sich verändert hat.

Das passiert im Körper

Beim Sehen verbrauchen wir ca. 25% unserer Energie. Müde Augen wirken sich  meistens auch auf die gesamte Leistungsfähigkeit aus. Mit der Augenentspannung entspannen wir dadurch auch den restlichen Körper ein Stück mit.

Um gut zu sehen brauchen die Augen auch Phasen der Dunkelheit

Licht löst auf der Netzhaut eine chemische Reaktion aus, Nervenimpulse werden an das Gehirn geschickt. Dazu (ver-)braucht die Netzhaut den Botenstoff Rhodopsin (Sehpurpur). Und dieser Botenstoff wird nur bei Dunkelheit regeneriert. Das kann bis zu 15 Minuten dauern.

Wenn wir also zwischendurch immer mal für einige Zeit die Augen schließen, hilft das – neben der Entspannung auch besser zu sehen. Den Effekt kannst Du direkt nach der Übung spüren. Auch Deine Farbwahrnehmung wird intensiver sein.

Und der Name für die Übung?

Der kommt von „palm“, dem englischen Wort für Handfläche

 

Berichte gern im Kommentar über Deine Erfahrungen.

Herzlich

Trudy Henn

Das schönste Herz

Das schönste Herz

Das schönste Herz – Eine Geschichte über das Geben und die Liebe

Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, das sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter über sein schönes Herz.

Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: „Nun, dein Herz ist nicht annähernd so schön, wie meines.“ Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an.

Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig und es gab einige ausgefranste Ecken…Genau gesagt, waren an einigen Stellen tiefe Furchen, in denen ganze Teile fehlten. Die Leute starrten ihn an und dachten: Wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner?

Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte: „Du musst scherzen“, sagte er, „dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen.“

„Ja“, sagte der alte Mann, „deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau passen, habe ich einige raue Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten.

Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde. Ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?“

Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen.

Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an. Der alte Mann nahm das Angebot an, setzte es in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde in des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte.

Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich und gingen fort, Seite an Seite.

Quelle: unbekannt
Bildquelle: pixabay CC0

50 Wege ein totes Pferd zu reiten

Eine Weisheit der Daktota Indianer besagt: „Wenn Du bemerkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steige ab.“

Obwohl klar und logisch fällt das „Absteigen“ trotzdem oft schwer. Es gibt eben so viele Erfolg versprechende Wege ein totes Pferd weiter zu reiten 😉

Ich wünsche Dir viel Spaß mit dieser humorvollen Sammlung von „50 Wegen ein totes Pferd zu reiten“.  Kommen Dir einige davon bekannt vor? Oder kennst Du noch mehr Wege? Dann poste sie gern im Kommentar.

Herzlich Trudy Henn

50 Wege ein totes Pferd zu reiten

1.Wir besorgen eine stärkere Peitsche.
2. Wir wechseln die Reiter.
3. Wir behaupten „So haben wir das Pferd schon immer geritten.“
4. Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
5. Wir besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
6. Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
7. Wir bilden eine Task Force, um das tote Pferd wiederzubeleben.
8. Wir schieben eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.
9. Wir stellen Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde an.
10. Wir ändern die Kriterien, die besagen, ob ein Pferd tot ist.
11. Wir kaufen Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.
12. Wir schirren mehrere tote Pferde zusammen an, damit sie schneller werden.
13. Wir erklären: „Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht doch motivieren könnte.“
14. Wir machen zusätzliche Mittel locker, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen.
15. Wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es billigere Berater gibt.
16. Wir kaufen etwas zu, das tote Pferde schneller laufen lässt.
17. Wir erklären, dass unser Pferd „besser, schneller und billiger“ tot ist.
18. Wir bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung für tote Pferde zu finden.
19. Wir überarbeiten die Leistungsbeschreibung für tote Pferde.
20. Wir richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.
21. Wir besuchen teure Seminare um mehr über die Lebensgewohnheiten toter Pferde zu lernen.
22. Wir tauschen das tote Pferd gegen eine tote Kuh aus.
23. Wir beschäftigen externe Berater, die erklären, wer entlassen werden muss, um das tote Pferd preiswerter zum traben zu bringen.
24. Wir outsourcen das tote Pferd. Der Subunternehmer kann es wahrscheinlich besser reiten.
25. Wir erstellen eine Powerpoint-Präsentation mit 150 Folien, die zeigen, was das Pferd könnte, wenn es leben würde.
26. Wir erklären, dass ein totes Pferd von Anfang an unser Ziel war.
27. Wir bilden eine neue Abteilung und integrieren alle toten Pferde um Synergien zu nutzen.
28. Wir bringen das tote Pferd mit einem toten Reiter zusammen.
29. Wir leugnen, jemals ein Pferd besessen zu haben.
30. Wir wechseln den Pferdelieferanten.
31. Wir suchen einen finanzstarken Partner und gründen zusammen mit dessen toten Pferden ein Joint Venture.
32. Wir bringen die toten Pferde unter einem phantasievollen Namen an die Börse.
33. Wir nennen das tote Pferd „Dead Horse Power“ und bieten es als neuestes Produkt auf dem Markt an.
34. Wir tauschen das tote Pferd gegen ein anderes totes Pferd aus, das laut Prognose schneller läuft.
35. Wir lassen den Stall renovieren.
36. Wir schlagen dem Personalrat vor, Leistungsanreize für tote Pferde einzuführen.
37. Wir starten einen internen Ideenwettbewerb zum Reiten toter Pferde.
38. Wir weisen den Reiter an, sitzen zu bleiben, bis das Pferd wieder aufsteht.
39. Wir überarbeiten die Dienstanweisung für das Reiten von Pferden.
40. Wir lassen das Pferd schnellstens zertifizieren.
41. Wir frieren das Pferd ein und warten auf eine neue Technik, die es uns ermöglicht, tote Pferde zu reiten
42. Wir bilden einen Gebetskreis der unser Pferd gesund betet.
43. Wir stellen das tote Pferd bei jemand anderem in den Stall und behaupten, es sei seines.
44. Wir stellen fest, dass die anderen auch tote Pferde reiten und erklären dies zum Normalzustand!
45. Wir ändern die Anforderung von „reiten“ in „bewegen“ und erteilen einen neuen Entwicklungsauftrag.
46. Wir wetten, dass das Vieh nur simuliert!
47. Wenn man das tote Pferd schon nicht reiten kann, dann kann es zumindest eine Kutsche ziehen!
48. Wir vergrößern den Verantwortungsbereich für tote Pferde.
49. Wir strukturieren um, damit ein anderer Bereich das tote Pferd bekommt.
50. Wir steigen ab.

Quelle: unbekannt
Bildquelle: pixabay CC0

50 Wege ein totes Pferd zu reiten

Vater, Sohn und Esel

Vater, Sohn und Esel – Eine Geschichte von der Schwierigkeit, es allen recht zu machen

In der Mittagshitze einer orientalischen Stadt ritt der alte Vater auf seinem Esel. Sein kleiner Sohn lief neben dem Esel her.

Da empörte sich ein Vorübergehender:  „Schaut euch das an. Der Alte lässt seinen kleinen Jungen neben dem Esel herlaufen. Der Kleine kann mit seinen kurzen Beinchen doch gar nicht mit dem Tempo mithalten.“

Der Vater bekam ein schlechtes Gewissen, stieg ab und setzte seinen kleinen Sohn auf den Esel.

Kaum waren sie ein paar Schritte gegangen, empörte sich der Nächste:  „Nun schaut euch diese Beiden an. Der Sohn sitzt wie ein Pascha auf dem Esel und der alte Mann muss laufen“.

Nun setzte sich der Vater zu seinem Sohn auf den Esel und sie ritten weiter.

Bereits nach kurzer Zeit entrüstete sich erneut ein Passant.  „Jetzt schaut euch doch mal diese Beiden an. Sitzen zu zweit auf dem armen Esel. So eine Tierquälerei.“

Also stiegen sie beide ab und liefen neben dem Esel her. Doch sogleich sagt ein anderer belustigt: „Nun schaut Euch diese beiden Tölpel an. Wozu haben sie einen Esel dabei, wenn sie ihn nicht nutzen?“

Der Vater schob dem Esel eine Handvoll Stroh ins Maul und legte seine Hand auf die Schulter seines Sohnes. „Gleichgültig was wir machen“, sagte er, „ es findet sich doch immer jemand, der nicht einverstanden ist und es besser weiß. Ich glaube, wir müssen selbst wissen und tun, was wir für richtig halten.“

Orientalische Geschichte
Bildquelle: pixabay CC0

Der schwarze Punkt

Der schwarze Punkt – Eine Geschichte über begrenzte Wahrnehmung und vorhandene Möglichkeiten

Eines Tages kam ein Professor in die Klasse und schlug einen Überraschungstest vor. Er verteilte sogleich das Aufgabenblatt, das wie üblich mit dem Text nach unten zeigte. Dann forderte er seine Studenten auf die Seite umzudrehen und zu beginnen. Zur Überraschung aller gab es keine Fragen – nur einen schwarzen Punkt in der Mitte der Seite.

Nun erklärte der Professor folgendes:

„Ich möchte Sie bitten, das auf zuschreiben, was Sie dort sehen.“

Die Schüler waren verwirrt, aber begannen mit ihrer Arbeit. Am Ende der Stunde sammelte der Professor alle Antworten ein und begann sie laut vorzulesen. Alle Schüler ohne Ausnahme hatten den schwarzen Punkt beschrieben – seine Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum, sein Größenverhältnis zum Papier etc.

Nun lächelte der Professor und sagte:

„Ich wollte Ihnen eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Niemand hat etwas über den weißen Teil des Papiers geschrieben. Jeder konzentrierte sich auf den schwarzen Punkt – und das gleiche geschieht in unserem Leben.

Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu genießen, aber wir konzentrieren uns immer auf die dunklen Flecken.

Unser Leben ist ein Geschenk, das wir mit Liebe und Sorgfalt hüten sollten und es gibt eigentlich immer einen Grund zum Feiern – die Natur erneuert sich jeden Tag, unsere Freunde, unsere Familie, die Arbeit, die uns eine Existenz bietet, die Wunder, die wir jeden Tag sehen …

Doch wir sind oft nur auf die dunklen Flecken konzentriert – die gesundheitlichen Probleme, der Mangel an Geld, die komplizierte Beziehung mit einem Familienmitglied, die Enttäuschung mit einem Freund, Erwartungshaltung usw.

Die dunklen Flecken sind sehr klein im Vergleich zu allem, was wir in unserem Leben haben, aber sie sind diejenigen, die unseren Geist beschäftigen und trüben.

Nehmen Sie die schwarzen Punkte wahr, doch richten Sie ihre Aufmerksamkeit mehr auf das gesamte weiße Papier und damit auf die Möglichkeiten und glücklichen Momente in ihrem Leben und teilen sie es mit anderen Menschen!

 

Quelle: unbekannt
Bildquelle: Gertrude Henn

 

Die beiden Wölfe

Die beiden Wölfe – Eine Geschichte über unsere innere Freiheit

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Feuer. Nach einer langen Weile des Schweigens sprach er bedächtig:

„In meinem Herzen wohnen zwei Wölfe. Der eine ist grausam, gierig, gewalttätig und machtbesessen.

Der andere ist sanftmütig und edel, auf das Wohl seines Rudels bedacht und freigiebig.

Diese beiden befinden sich im ständigen Kampf miteinander.“

Der Junge fragte: „Und welcher von den beiden wird den Sieg davontragen?“

Der Alte antwortete: „Es kommt darauf an, welchen ich füttere.“

(indianische Geschichte)

Bildquelle: Patrice_Audet auf pixabay CC0