Methodentipp Obstkorb-Reflexion

Kreative Methoden für lebendigen Austausch

Gibst Du in Deinen Gruppen und Seminaren den TeilnehmerInnen  auch die Möglichkeit sich auszutauschen oder ihre aktuelle Situation zu reflektieren und suchst noch nach kreativen Ideen?

Dann probiere  doch mal meine

„Obstkorb-Reflektion“

aus.

Sie hat eine griffige Bildersprache,  es gibt etwas zu sehen, zu fühlen und zu tun. Du kannst sie auch prima abwandeln für Dein Gruppenthema und sie braucht nicht viel Zeit. Und wenn Du für Deine TeilnehmerInnen Obst für die Pause bestellt hast, hast Du schon fast alles parat dafür  (so wie in meinem Obstkorb unten, der letztens mal ganz schnell gehen musste. 🙂

So geht es:

Du brauchst einen Obstkorb, verschiedene Obstsorten und beschriftete Moderationskarten.

Jedes Obst steht für etwas Symbolisches zu dem Deine TeilnehmerInnen sich austauschen können.

In meinem letzten Obstkorb waren

Apfel                        „Das läuft rund“
Banane                    “ Das läuft krumm“
Kiwi                         “ Das ist mir noch grün“ = fremd
Zitrone                    “ Das macht mich sauer“
Nektarine               “ voll und saftig“

Obst und passende Moderationskarte liegen zusammen. Wer dran ist kann sich nun seinen passenden Obstkorb zusammenstellen und etwas dazu erzählen. Danach wird der Obstkorb wieder geleert. Und der / die nächste füllt seinen eigenen Obstkorb.

Worauf Du achten solltest

Damit die Runde nicht zu lang wird und ihren Pfiff behält, ist es wichtig, diese gut zu moderieren. Nimm nicht zu viel verschiedene Obstsorten, das wird langweilig und überfordert. 3-5 sind eine gute Richtschnur.

Hast Du Lust bekommen, noch ein wenig Obst in Bildersprache zu verwandeln? Dann kannst du das gern in den Kommentaren tun.

Viel Spaß wünscht Dir

Trudy Henn

 

 

 

Kreative Methoden – Nummerierte Fragerunde

Kreative Methoden für lebendige Gesundheitstrainings

Im Gespräch mit Michaela Engels von Denkanstoss-Engels

In diesem Video-Talk sprechen Michaela und ich über Kreative Methoden für Seminare und stellen Dir auch gleich eine interaktive Idee vor, mit der man sich als Kursleitung mal auf ganz andere Art präsentieren kann.

Hier kannst Du Dir die „Nummerierte Fragerunde“ als pdf.Datei herunterladen:
Nummerierte Fragerunde

12 Kreative Methoden eine Gruppe einzuteilen

Kreative Methoden für lebendige Gesundheitstrainings

12 Kreative Methoden eine Gruppe einzuteilen

Oft läuft es von alleine

Wenn Du mit Gruppen arbeitest, wirst Du manchmal auch gezielt Kleingruppen- oder Partnerarbeit anbieten, etwa um ein Thema zu bearbeiten oder eine Aktion zu starten.

Oft läuft es von alleine, wenn Du sagst „Findet Euch zu zweit, dritt, viert zusammen. Manchmal musst Du das Ganze jedoch ein wenig „begleiten“ und schauen, dass alle „unterkommen“, niemand übrig bleibt oder den Schüchternen ein wenig über die Hemmschwelle helfen.

„Durchmischen“ ermöglicht neue Erfahrungen und Begegnungen

Es ist okay, wenn sich in einer Gruppe – die schon länger zusammen arbeitet – diejenigen in Kleingruppen zusammenfinden, die sehr gern zusammen arbeiten oder etwas zusammen machen wollen … dabei aber offen und bereit bleiben auch jemand neuen in ihre Kleingruppe zu lassen. Manchmal kann es aber sinnvoll sein, einmal kräftig „durchzumischen“ und dadurch neue Begegnungen und Erfahrungen zu ermöglichen. Bei Gruppen, die neu zusammentreffen kann eine pfiffig angeleitete Kleingruppenbildung aber auch hilfreich und unterstützend sein und dazu noch Spaß machen und das Miteinander fördern.

Für Deine Kurse und Seminare stelle ich Dir hier einige kreative Methoden vor, mit denen Du Deine Gruppe spielerisch einteilen kannst.

Stress bei der Gruppenpartnerwahl

Bedenken solltest Du außerdem, dass die Gruppenpartnerwahl für einige Menschen mit Stress verbunden sein kann – und vielleicht ungute Erinnerungen weckt, weil jemand in der Schule immer der-/diejenige war, die übrig blieb…

Durch die „kreativen Hilfsmittel“ und eine klare Aufgabe gibst Du auch noch ein wenig fremdelnden Teilnehmern einen Sicherheit vermittelnden Aufhänger an die Hand. Und keine/r bleibt übrig

„Durchzählen“ … profan aber manchmal sinnvoll

Die profane Methode „durchzählen“ kennst Du ja bestimmt – und manchmal nutze ich sie auch, denn es muss nicht immer alles nochmal „methodisch aufbereitet“ werden. Du kannst auch einfach Karten mit Zahlen vorbereiten und ziehen lassen. Gelegentlich muss und sollte es einfach auch mal schnell gehen.

Vielleicht hast Du aber manchmal Lust, ein wenig kreativer vorzugehen oder die Methode passt gut zum Thema und zu Dir.

Dann probiere doch mal diese kreativen Ideen aus:

12 Kreative Methoden eine Gruppe einzuteilen

12 … oder mehr …

Klebepunkte

Eine kleine Methode mit Überraschungseffekt ist die Variante unter den Stühlen verschiedenfarbige Klebepunkte anzubringen. Wer die gleiche Farbe hat ist in einer Gruppe.

Süßigkeiten / Bonbons

Überlege Dir, wie viel Kleingruppen Du bilden möchtest und kaufe z.B. 5 verschiedene kleine Süßigkeiten / Bonbons. Diese kannst Du auch schon als Willkommensgruß auf den Stühlen verteilen… – am besten mit dem Hinweis sie noch nicht zu essen J Wer die gleiche Süßigkeit hat, ist in einer Gruppe. Auch hier gibt es einen kleinen Überraschungseffekt, wenn sich herausstellt, wozu die Süßigkeiten noch gut sind.

Außer Süßigkeiten kommen natürlich noch ganz viele andere Kleinigkeiten in Frage, z.B. Knöpfe, Perlen, Murmeln etc …. aber Süßigkeiten freuen die meisten. Statt etwas auf den Stühlen zu verteilen kannst Du auch alle Teile in ein Säckchen packen und ziehen lassen. Oder besorge eine Tüte mit Gummibärchen zum Zugreifen. Und noch eine gesunde Variante: Nimm Obst dazu.

Zitate

Zerlege verschiedene Zitate z.B. in 2-4 Teile – je nachdem, wie groß die Untergruppen sein sollen.  Aufgabe der TN ist es, die Zitate richtig zusammen zu setzen. Das bringt Bewegung und Kontakt untereinander, denn diese Aufgabe ist nur zu lösen, wenn man sich miteinander verständigt. Du kannst auch bewusst Zitate auswählen, die schon etwas mit dem Thema zu tun haben… und dann den jeweiligen Gruppen einen ersten Arbeitsauftrag geben, sich über ihre Gedanken zum Zitat auszutauschen.

Anstelle von Zitaten lassen sich auch gut bekannte Sprichworte „zerteilen“.

Puzzle

 

Postkartenpuzzle
Selbstgemachtes Postkartenpuzzle

Du brauchst dazu einige Postkarten. Wenn die genaue Teilnehmerzahl feststeht zerschneidest Du die Postkarten jeweils in so viele Teile, wie die jeweiligen Kleingruppen umfassen sollen.  Also beispielsweise 4 Postkarten in jeweils 5 Teile. Die Puzzleteile kommen in ein Körbchen und werden gezogen. In einer Gruppe ist, wer die Puzzleteile einer Postkarte hat. Auch das bringt Bewegung und Kontakt auf kreative Weise.

Memory

Für die Gruppenbildung kannst Du gut ein Memory-Spiel nutzen. Memorys gibt es inzwischen auch mit mehr als zwei gleichen Bildern und mit hübschen künstlerischen Motiven, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Anstelle eines Memorys lässt sich ebenso sehr gut ein gewöhnliches Kartenspiel verwenden … dann können sich alle en finden, alle Buben, Damen, je nach dem.

Berühmte Paare der Weltgeschichte

Dazu erstellst Du jeweils 2 Karten mit zusammen gehörenden berühmten Paaren, die sich finden müssen; z. B. Asterix und Obelix, Micky und Donald, Cäsar und Kleopatra, Tim und Struppi, Winnetou und Old Shatterhand, Maria und Josef usw. Wichtig ist, dass die Paare den TN bekannt sind.

Schütteldosen

Gruppenbildung mit Schütteldosen stellt einige Ansprüche an das Gehör Deiner TN kann aber großen Spaß machen. Du füllst dazu kleine Döschen mit unterschiedlichen Materialien. Es eignet sich alles was, Geräusche macht, wenn man es schüttelt. Und das ist eine ganze Menge. Denke z.B. an Reiskörner, Bohnenkerne, Hirse, Linsen, Sand aber auch an kräftigere Geräusche, z.B. Perlen, Schräubchen, Knöpfe… und noch mehr. Der Clou könnten gleiche Döschen ohne Inhalt sein… das Geräusch: Stille :-). Die Schütteldosen stellst Du einmal her und am besten legst Du Dir ein ganzes Sortiment zu, wenn Du Spaß an dieser Idee hast. Gut geeignet sind z.B. die alten schwarzen Kleinbildfilmdosen. Für Dich als Arbeitserleichterung kannst Du die Dosen „verschlüsselt“ markieren und musst sie so beim Zusammenstellen nicht alle öffnen.

Fäden ziehen

Für die Bildung von Paaren eignet sich die Methode „Fäden ziehen“ ebenfalls gut. Du benötigst dazu ca. 1m lange Wollfäden – halb so viele wie Teilnehmer. Du als Leitung hältst „alle Fäden fest in der Hand“ 🙂 . Jede/r greift sich ein Fadenende… die Partnerin hängt am anderen Ende.

Und hierbei wird es turbulent – vor allem für spielfreudige Gruppen:

Familie Neiher-Meier-Bayer- Peiher

Zu jedem Familiennamen gibt es 4-5 Karten: Vater Meier, Mutter Meier, Tochter Meier, Sohn Meier und Oma Meier… usw. Aufgabe ist es, dass alle Familienmitglieder zusammenfinden. In der Regel wird wild durcheinander gerufen. Wegen der Ähnlichkeit der Namen besteht akute „Verwechslungsgefahr“. 🙂

Anstelle unterschiedlicher Anfangsbuchstaben kannst Du das auch mit Maier, Meyer, Mair, Mayer und Meir durchführen.

Wie guckst Du

Wie guckst Du - Gruppeneinteilung
Wie guckst Du – Mimikaufgaben

Auf vorbereiteten Karten stehen Mimikaufgaben, z.B. Zwinkern mit dem rechten / linken Auge, Nase rümpfen, breites Grinsen , Stirn runzeln usw. Die Gruppenmitglieder finden sich anhand der gleichen Mimik zusammen.

Das große Hallo

Auf vorbereiteten Karten stehen unterschiedliche Begrüßungsrituale (Hand reichen, an die eigene Stirn tippen, Verbeugung voreinander mit gefalteten Händen, Umarmung, am Ohr zupfen, Nasen aneinander reiben (Eskimobegrüßung – Vorsicht!)

Diese Aktion ist schön, auch zum Kennen lernen, zum Einstieg in das Thema Kommunikation oder Kulturen. Wichtig ist es, eine sich noch fremde Gruppe nicht zu überfordern, und je nach Gruppenzusammensetzung harmlosere / körperkontaktfreie Begrüßungen zu wählen.

Das große Hallo - Gruppen einteilen
Das große Hallo – Begrüßungsrituale

Tierisch

Die TN ziehen Kärtchen auf denen Tierlaute stehen. Die entsprechenden Gruppenmitglieder sollen anhand der Tierlaute identifiziert werden. Die Steigerung: Tierlaute und mit geschlossenen Augen den / die Partner finden. Als Kursleitung hier unbedingt die Sicherheit im Blick behalten. Wenn jemand die Augen nicht schließen mag ist das immer zu akzeptieren.

 

Nun bist Du dran

Du siehst… es gibt sooo viele Möglichkeiten etwas Schwung in die Gruppeneinteilung zu bringen, je nach dem was Du vor hast und wie sich Deine Gruppe zusammen setzt. Wenn Du keine Partnerarbeit machst, empfehle ich Dir 4-5 TN für die Arbeit in einer Kleingruppe. Das ist eine sehr übersichtliche arbeitsfähige Anzahl, die sich gut miteinander organisieren kann .

Ich freue mich auf Deine Erfahrungen… oder Ergänzungen zu weiteren Methoden, gern im Kommentar.

Herzlich Trudy Henn

Augenpause – Entspannung für die Augen

Mach' mal eine Augenpause!

Augenpause – Entspannung für die Augen

Brennende und juckende Augen, Sandkorngefühl, erhöhte Lichtempfindlichkeit und ein  unscharfes, zunehmend verschwommenes Sehen, Anstrengungskopfschmerz und eine verspannte Nacken- und Schultermuskulatur  – wer viel am Computer arbeiten muss kennt das bestimmt. Ich sitze selbst sehr viel am Bildschirm und kann diese Symptome aus eigener Erfahrung eindeutig  bestätigen. Nicht zuletzt deshalb habe ich mich in letzter Zeit einmal bewusst damit  beschäftigt, wie man die Augengesundheit unterstützen kann und so den „entspannten Durchblick“ behält.

Unsere Augen sind Hochleistungsorgane

AugenpauseUnsere Augen sind Hochleistungsorgane, die eine gute Nährstoff- und Sauerstoffversorgung benötigen. Damit wir die Welt in all ihren Farben aufnehmen und auch Details gestochen scharf sehen, können sich unsere Augenmuskeln wesentlich schneller als alle anderen Muskeln unseres Körpers bewegen. Bis zu 50 Mikrobewegungen pro Sekunde sind so möglich.

Mit diesem kleinen Experiment kannst Du das selbst einmal testen:

Lege Zeige- und Mittelfinger einer Hand ganz leicht auf ein geschlossenes Augenlid, bewege dich hin- und her und lasse deinen Blick mit dem anderen Auge schweifen. Spürst Du die vielen kleinen Bewegungen unter dem geschlossenen Auge, die du sonst gar nicht wahrnimmst?

Bildschirmarbeit – Stress nicht nur fürs Auge

BildschirmarbeitDurch die stundenlange Arbeit am Computer werden unsere Augen zunehmend einseitig beansprucht und überlastet. Bildschirmarbeit fordert die Augen auf eine unnatürliche Weise.  Fehlende Pausen, schlechte Lichtverhältnisse, ein starrer Blick auf einen – im schlimmsten Fall noch spiegelnden – Monitor führen zu Ermüdung  und beeinträchtigen langfristig auch die Sehkraft.

Unsere gesamte Körpermuskulatur, und so auch unsere Augenmuskulatur  ist in mehreren Schichten miteinander verbunden. (Ver-)spannungen in einem Muskel übertragen sich damit auch auf andere Stellen im Körper. So können sich Nackenverspannungen auch auf die Augenmuskulatur auswirken und umgekehrt. Hinzu kommt, dass ein verspannter Muskel weniger durchblutet ist, die optimale Nährstoff- und Sauerstoffversorgung ist nicht mehr gewährleistet.

Der natürliche Blick

Der natürliche Blick ist ein schweifender Blick in unterschiedliche Entfernungen und Richtungen. So sehen wir abwechslungsreiche Farben und Formen, passen uns den verschiedenen Lichtverhältnissen an und unsere Augen bleiben vital. Besonders im Freien und in der Natur wird der natürliche Blick auf selbstverständliche Weise angeregt. Kommen noch ausreichend Bewegung, erholsame Pausen und eine gesunde Ernährung hinzu, haben wir nicht nur für die Augengesundheit etwas getan.

Für die Arbeit am Bildschirm und zur Augenentspannung gilt es also, bewusste Augenpausen zu machen.

Dazu gehören so einfache „Maßnahmen“ wie den Blick immer mal wieder vom Monitor auf die Umgebung zu richten, vielleicht kurz aus dem Fenster zu schauen oder sich einen einladenden Blickfang auf dem Schreibtisch oder im Raum zu schaffen. Zwischendrin aufstehen, sich strecken,  das Fenster öffnen und frische Luft hereinlassen – das werden Dir nicht nur Deine Augen danken.

Mach mal eine Augenpause!

Ntürlicher Blick
Lass‘ einfach mal Deinen Blick schweifen… und hänge ein wenig Deinen Gedanken nach…

Die folgenden Übungen kannst Du für Deine bewusste Augenpause nutzen:

Ausgiebiges Gähnen –  in sich schon ein wunderbares Mittel zur Entspannung

Gähnen versorgt Dich mit Sauerstoff und regt zudem die Tränenflüssigkeit an. Wenn das Wort „Gähnen“ Dir nicht schon ein ebensolches herzhaftes  entlockt, kannst Du folgendes probieren: Öffne leicht Deinen Mund, nimm Deine Mittelfinger vor die Ohren und Deine Zeigefinger hinter die Ohren und ziehe die Finger an Deiner Kiefermuskulatur entlang nach unten. Wetten dass Du nach kurzer Zeit kräftig gähnen musst… und Deine Augen feucht werden 🙂

Herzhaftes Gähnen… wunderbar entspannend

Augenwinkel massieren – regt dieTränenflüssigkeit an und macht klare Augen

Lege Deine Zeigefinger zwischen Nasenwurzel und innere Augenwinkel und massiere leicht und ohne Druck kreisförmig in beide Richtungen. Wechsle anschließend zu den  äußeren Augenwinkeln und massiere diese kreisförmig.

Augenbrauen massieren – lockert die kleinen Augenmuskeln rund ums Auge

Nimm dazu den Augenbrauenwulst  zwischen Daumen und Zeigefinger und zupfe ihn von innen nach außen weg- in der „Stärke“ die Du  als angenehm empfindest.

Augengymnastik8en  malen – entspannt und kräftigt die Augenmuskulatur

Male mit  offenen oder geschlossenen Augen – mit den Augäpfeln aufrechte und liegende „8“ , wechsle dabei auch die Richtung und blinzle  im Anschluss einige Male kräftig.

Weicher Blick – entspannt die Augenmuskulatur

Schließe Deine Augen und bewege sie im Wechsel so, als wolltest Du nach hinten durch den Hinterkopf schauen und als wolltest Du  einen Gegenstand in 1m Entfernung fokussieren. Lass Deinen Blick dabei weich und entspannt werden und alle Gesichtsmuskeln mit entspannen. Eine Trainerin, bei der ich diese Übunge gelernt habe sagte dazu auch: ein Kuhgesicht machen… das trifft es irgendwie 🙂

Augen anspannen entspannen

Kneife Deine Augen für ca. 5 Sekunden sanft zusammen, nimm dabei die Spannung wahr. Lasse anschließend bewusst locker und nimm die Entspannung wahr.  Gleichzeitig kannst Du, wenn Du magst, dazu  noch die Nase rümpfen. Diese kleine effektive Übung ist auch ein Ausschnitt aus  der Progressiven Muskelentspannung kennt.

Fokussieren – trainiert das Scharf stellen der Augen

1.Suche Dir 4-5 Gegenstände in unterschiedlicher Entfernung (von ganz nah bis ganz weit) aus und richte nacheinander den Blick auf sie. Verweile zunächst etwa 5 Sekunden auf jedem Gegenstand und wechsle dann die Entfernungen immer schneller.

2. Halte Deine Hand oder einen Finger mit der Handfläche  zum Auge. Wähle einen  „Fingerlinie“ oder „Handlinie“ mit dem Blick aus und bewege dann Hand oder Finger zum Auge hin und weg. Versuche dabei Deine ausgewählte „Linie scharf zu stellen“.

Fokussieren - Handlinien
Hand- und Fingerlinie „scharf stellen“

Klopfmassage – entspannt und vitalisiert

Schließe Deine Augen und klopfe mit Zeige- und Mittelfinger sanft die  Augen Augenpartie und Augäpfel.

Palmierenfür erfrischte Augen als Einzelübung oder zum Abschluss

Reibe Deine Hände gegeneinander, so dass sie warm werden. Lege Deine  leicht gewölbten Handflächen über die Augen, die Fingerspitzen überkreuzen sich auf der Stirn, so dass kein Licht mehr einfällt. Schließe nun die Augen, genieße die Dunkelheit und atme ruhig 1-2 Minuten in Deinem Rhythmus ein und aus. Nimm dann langsam bei geschlossenen Augen die Hände weg und achte auf Deine Empfindungen. Öffne dann allmählich Deine Augen und nimm das Licht und Dein Sehen bewusst wahr.

Unsere Augen brauchen zwischendurch die Dunkelheit, um das Sehpurpur (zuständig für das Farbensehen) wieder aufzubauen.

Probiere es mal aus und baue die bewusste Augenentspannung  am besten regelmäßig in Deinen Tag ein.

Anregung für Kursleitungen

Die Übungen der Augenpause kannst Du prima als kleine Einheit in Deine Kurse anbauen. Angeleitet in der Reihenfolge wie hier beschrieben solltest Du dafür 10-15 Minuten einplanen.

Ich freue mich über Eure Erfahrungen und Rückmeldungen … und jetzt ist meine Augenpause dran 😉

Herzlich Trudy Henn

PS: Wenn Du Dich noch näher mit dem Thema Augengesundheit beschäftigen möchtest, dann empfehle ich Dir das Büchlein: Entspannte Augen am PC von Barbara Brugger aus dem Gabal Verlag.

Auf Entdeckungsreise zu Deinem Atem

Entdeckungsreise zum Atem

Mit dieser Anleitung kannst Du Dich auf Entdeckungsreise zu Deinem Atem begeben, lernen ihn wahrzunehmen und zu schätzen und dabei wunderbar entspannen. Am besten ist es, diese Anleitung im Sitzen auszuprobieren.
Wenn Du selbst Kurse leitest, kannst Du diese Anleitung mit Deinen TeilnehmerInnen einmal ausprobieren. Neben der Atementspannung sind auch einige „Wissenselemente“ darin verpackt – eine kreative Methode, wie sich Inhalte auf besondere Weise vermitteln lassen.

Entdeckungsreise zu Deinem Atem

Setze Dich entspannt und aufrecht, vielleicht ein wenig auf der Vorderkante des Stuhles, so dass Du Deine Sitzhöcker spüren kannst. Deine Beine sind im rechten Winkel, Deine Füße stehen fest auf dem Boden. Spüre zunächst in Deinen Körper hinein und nimm ihn wahr… Atme einige Male ein und aus… und komme mit, auf Entdeckungsreise zu Deinem Atem…

Dein Atem ist Deine wichtigste Energiequelle, die dich mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt…

…und er ist dir so selbstverständlich, dass du im Alltag kaum einen Gedanken auf ihn verwendest…

ganz wie von selbst strömt er ein … und aus… ohne dein Zutun… ein und aus….

… in deinem Atemrhythmus spiegelt sich dein Leben wieder….er ist die Brücke zwischen Körper und Seele

Wie ein Seismograph zeigt er Stimmungen und Gefühle an….

vielleicht führst du ein atemberaubendes Leben…. oder dir bleibt manchmal sprichwörtlich einfach die Luft weg… vielleicht musst du manchmal einfach „erst mal tief durchatmen“ um weiter zu machen….

Das Wort „Atem“ selbst ist eng mit Begriffen wie Geist oder Seele verwandt.

Atman – sagt man im Sanskrit und dies bedeutet gleichzeitig Hauch und Seele oder „Gott in mir“ …

Dein Atem ist die einzige Funktion des vegetativen Nervensystems auf die Du jederzeit willentlich zugreifen … und die Du verändern kannst.

Du hast ihn immer und überall dabei…. und kannst damit Einfluss nehmen auf dein körperliches und seelisches Geschehen.

In Deinem Atem liegt Dein Schlüssel zu Vitalität, Energie und Ausgeglichenheit. Mit Hilfe Deiner Atmung kannst du entspannen, Sorgen loswerden, Schmerzen lindern und Gefühle ausdrücken.

Nimm nun einmal bewusst Deinen Atmen wahr…wo in Deinem Körper kannst Du ihn gut spüren…

lege Deine Hände dazu einmal auf den Bauch…

auf Deine Seiten an den Rippenbögen…

auf Deinen Rücken – dort wo du ihn gut erreichen kannst….

auf Deine Brust….

auf die kleine Kuhlen, direkt über deinen Schlüsselbeinknochen….

wo kannst Du deinen Atem besonders gut wahrnehmen….

Lege nun Deine Hände locker in den Schoß…

und spüre einmal nach… wo du den Hauch des Atems oder leise – ganz feine Atembewegungen einfach so wahrnehmen kannst…

vielleicht spürst du eine Atembewegung in deinem Becken

in deinem mittleren Rücken

vielleicht kannst du spüren, wie der Atem durch Deine Kehle streicht…

oder durch deine Nasenflügel

lass Dich von deinem Atemrhythmus tragen… und nimm nur einfach wahr…

Nun kannst Du einmal versuchen… den Atemstrom in bestimmte Körperregionen zu lenken… und diese mit Energie und Sauerstoff zu versorgen….

du musst dabei gar nicht wissen, wie das geht… oder wie Du das machen kannst… Du brauchst dazu nur deine Aufmerksamkeit…

Atme nun ein…

und schicke deinen Atem mit dem Ausatmen in deine Füße

Atme ein…

und schicke deinen Atem mit dem Ausatmen in deine Unterschenkel und Oberschenkel

Atme ein…

und schicke Deinen Atem mit dem Ausatmen in Deinen Unterleib

Atme ein…

und schicke Deinen Atem mit dem Ausatmen in Deinen Rücken

Atme ein…

und schicke Deinen Atem mit dem Ausatmen in Deinen Bauchraum

Atme ein…

und schicke Deinen Atem mit dem Ausatmen in Deinen Brustkorb

Atme ein…

und schicke Deinen Atem mit dem Ausatmen in Schulter und Nacken

Atme ein…

und schicke Deinen Atem mit dem Ausatmen in Dein Gesicht….

Atme ein…

und schicke Deinen Atem mit dem Ausatmen in Deinen ganzen Körper

Nimm Dir nun noch einen kurzen Moment… deine Gedanken und Gefühle wahrzunehmen… so wie sie gerade da sind… ohne sie zu bewerten…

und dann beende Deine gute Entspannung… und sei wach und frisch.

Wenn Dir diese Anleitung gefallen hat, freue ich mich sehr über Deine Erfahrungen!

Vielleicht interessiert Dich auch dieser Beitrag, in dem Du mehr über den Atem erfährst: Atem – Brücke zwischen Körper & Seele

Herzlich Gertrude Henn

Kreative Methoden – Wunschstein

Der Wunschstein sorgt für Atmosphäre und Wertschätzung

Heute stelle ich Dir eine Kreative Methode vor, mit der Du den Anfang Deines Kurses oder Seminars anheimelnd gestalten kannst. Ich habe sie „Wunschstein“ genannt und schon oft ausprobiert.

Sie kommt bei den Teilnehmenden gut an, sorgt für eine warme Atmosphäre und drückt auch Deine Wertschätzung ihnen gegenüber aus.

Mein Name ist… und ich wünsche mir hier…

Besorge Dir viele kleine Edelsteine oder Glassteine und fülle sie in einen Beutel oder eine Schale. Für die Kennenlernrunde kannst Du nun den Beutel rundgeben und jede Teilnehmerin bitten, sich einen „Wunschstein“ auszusuchen, sich kurz mit Namen vorzustellen und zu erzählen, mit welchem „Wunsch“ sie in den Kurs gekommen ist.

Diesen Stein erhält sie dann als „Gedankenstütze“ für ihren Wunsch geschenkt… und er  kann direkt in die Hosentasche (oder zuhause an einen sichtbaren Ort) wandern.

Darauf solltest Du achten

Sorge dafür, dass niemand denkt, er müsse nun „sein Innerstes“ gegenüber Fremden nach außen kehren. Jeder Wunsch ist okay… und Du kannst auch einfließen lassen, dass es Wünsche gibt, die öffentlich gemacht werden und welche, die erst einmal im Verborgenen bleiben. Ein Wunsch lässt sich so auch mit „Erwartung an den Kurs“ übersetzen.

Was Du sonst noch machen kannst

Du kannst im Kursverlauf immer mal wieder an den „Wunschstein“ erinnern – ihn vielleicht auch erst zu einem späteren Zeitpunkt einsetzen oder ihn auch für den Abschied nutzen.

…und es muss nicht unbedingt ein Stein sein. Als „Wunschmaterial“ fallen mir noch ein: Perlen, Murmeln, Knöpfe, Holzherzchen, Apfelkerne, Kastanien, Pinienzapfen, Glückskleesamen ….so stop… es will gerade mal wieder kreativ mit mir durchgehen 😉 Du wirst schon das passende für Dich finden.

Das alles kostet Dich nicht viel, ist aber trotzdem kostbar. 

Probiere es mal aus, und wenn Du magst schreib mir Deine Erfahrungen.

Herzlich Trudy Henn

Du möchtest gern mehr Kreative Methoden kennen lernen – dann schau mal hier vorbei. Demnächst gibt es wieder neue Termine  in Mainz und Düsseldorf:
Kreative Methoden für lebendige Gesundheitstrainings