Wie Dein Online-Gesundheitstraining gelingt

Online-Gesundheitstraining

Was macht ein gutes Online-Gesundheitstraining aus, was kann ich als TrainerIn dazu beitragen und was sollte ich wissen und beachten? Wo liegt der Unterschied zu Präsenztrainings, kann das überhaupt funktionieren und will ich das überhaupt, „online gehen“ mit meinen Angeboten? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen viele TrainerInnen. Was also kannst Du tun und wie kann es gelingen? Darüber schreibe ich für Dich in diesem Beitrag. 

Interaktion – Herzschlag Deines Online-Gesundheitstrainings 

Ein gelungenes Seminar oder Training lebt von der Interaktion und dem Miteinander der Teilnehmenden. Nur in einer guten Atmosphäre wird es gelingen, dass auch Persönliches mitgeteilt wird und Vertrauen entsteht. Und genau das ist besonders wichtig für den Erfolg eines Gesundheitstrainings – ob es sich nun um Entspannung, Stressbewältigung, Ernährung, Bewegung oder sonstige Gesundheitsthemen handelt. 

Deine  Aufgabe als TrainerIn ist es, Interaktion und Miteinander mit den – und für die -TeilnehmerInnen  zu organisieren und einen wohltuenden Lernrahmen aufzuspannen. Einen Lernrahmen, der sie abholt, aktiviert, Entwicklung ermöglicht und nachhaltig wirkt. Das gilt für die Präsenz genauso wie Online.

Was Online möglich ist

 

Auch Online ist fast alles möglich, was wir als TrainerInnen aus Präsenztrainings so schätzen und lieben:

Inhalte präsentieren und vermitteln

  • über die Bildschirmfreigabe mit vorbereiteten Powerpoints oder selbst erstellten Charts, die eingescannt wurden, analog einer Präsentation mit Beamer, Stellwand oder Flipchart
  • direkt und live über eine Dokumentenkamera
  • über ein „reales“ Flipchart und der entsprechenden Kameraeinstellung in den Raum

Austausch, Reflexion und Gesprächsrunden

  • im Plenum
  • in Kleingruppen bzw. in Partnerarbeit mit der Funktion „Breakout-Session“

Schriftlicher Austausch und Gruppenaufgaben

als Brainstorming, Statement, Moderationswand

  • über eine Whiteboard-Funktion
  • mit vorbereiteten Powerpoint-Folien, die als Whiteboard dienen
  • in Kleingruppen (Breakout-Sessions), die über die Bildschirmfreigabe gemeinsam an Inhalten und Aufgaben arbeiten können
  • über den Chat, der explizit für Aufgaben, Fragestellungen etc. genutzt werden kann

Das Tolle: Alle Online-Powerpoint-Charts erstellst Du einmal – danach kannst Du sie immer wieder verwenden – aber die Ergebnisse aus dem Seminar als jpg. abspeichern und als Fotodokumentation verschicken. Sogar Online-Kartentools lassen sich z.B. mit Powerpoint selbst erstellen und nutzen. Hier lohnt es sich, ein wenig Zeit und kreative Lust in die Gestaltung zu investieren.

Selbst Experimente, komplexere Methoden wie ein Erzählkarussell, World-Café oder ein Fishbowl lassen sich online umsetzen.

Collaborationstools … Klasse Helfer von „außen“

Hinzu kommen sogenannte „Collaborationstools“ wie z.B. Miro, Conceptboard oder Mentimeter, die Du einbinden kannst und die Moderationskoffer, Flip-Chart und Stellwand online ersetzen. 

Analog trifft Digital

Wenn Du es analoger magst, kannst Du eine Kamera so einstellen, dass Du im Raum an einem realen Flipchart stehst oder bei Bewegungskursen auf der Matte. 

Mit einer Dokumentenkamera lassen sich ebenfalls viele analoge Momente herstellen. So kannst Du beispielsweise eine „kleine Mitte“ gestalten und einblenden, reale Gegenstände nutzen, Karten ziehen lassen, Charts, Bücher, Bilder zeigen oder live an einem Tisch-Flip-Chart schreiben.

Zwei Tipps – Gelingen oder Scheitern  

Wer einmal verstanden hat, welche Funktionen online machbar sind und grundsätzlich schon gerne in seinen Trainings mit vielfältigen Methoden gearbeitet hat, wird sich selbst jede Menge Tools in die Online-Welt „übersetzen“ können.

Mein wichtigster Tipp dabei ist: Mut haben, ins kalte oder vielleicht schon lauwarme Wasser springen – sich von Perfektionismus verabschieden und starten, ganz im Sinne eines Miteinander Lernens und Wachsens.

Mein wichtigster Tipp um zu Scheitern ist: Eine „Anti-Online-Haltung“ einnehmen, trotzdem Trainings online anbieten und vor Teilnehmenden öffentlich der Präsenz hinterhertrauern J

Online-Trainings werden uns noch eine ganze Weile begleiten. Sie verändern gerade die Trainings- und Fortbildungswelt und werden zukünftig dort einen festen Platz haben. So ganz können sie Präsenzseminare dennoch nicht ersetzen. Für die Zukunft heißt es daher eine glückliche Mischung zwischen Online und Offline zu finden.

Anforderungen an eine gute Online-Plattform

  • Stabilität – keine Abstürze
  • einfacher und gleichzeitig sicherer Zugang
  • einfache Bedienelemente für TrainerIn und Teilnehmende
  • Sicherheitselemente für TrainerIn (z.B. TN entfernen, Zugang steuern)
  • möglichst alle Teilnehmenden auf einem Bildschirm gemeinsam sichtbar!
  • Bildschirmfreigabe für Inhalte verschiedener Formate
  • Whiteboard-Funktion zur Bearbeitung für TrainerIn und Teilnehmende
  • Chat zur ergänzenden schriftlichen Verständigung
  • Versandmöglichkeit von Dateien
  • Gruppenarbeitsräume

Die Plattform Zoom, die ich sehr schätze, bietet alle diese Funktionen und noch mehr. Damit ist sie für mich die Plattform der Wahl. Es gibt jedoch viele weitere interessante Möglichkeiten.

Was ist bei der Online-Vermittlung zu beachten

Lernhäppchen und Methodenwechsel

Lerninhalte sollten immer in appetitliche und gut verdauliche Häppchen aufgeteilt werden. Hinzu kommen ein angemessener Methodenwechsel – etwa alle 20 Minuten -, das Ansprechen möglichst unterschiedlicher Sinneskanäle und die Aktivierung der Teilnehmenden wo immer das möglich ist. Das gilt für Präsenz, wie auch Online-Vermittlung.

Wichtig für die Bildschirmfreigabe

Du weißt nicht, wie es auf „der anderen Seite“, also auf dem Monitor der TeilnehmerInnen aussieht. Ist er klein oder gibt es ausreichend Platz. Immer dann wenn Du den Bildschirm teilst, geht Platz verloren, d.h. die TeilnehmerInnen können u.U. die anderen nicht mehr sehen oder nur einige.

Mein Tipp ist daher, immer wenn es geht, das Teilen zu beenden, damit sich möglichst alle sehen können.

Pausen und Bewegung

Ausreichende Pausen und Bewegung unterstützen einen gelingenden Lernprozess – offline wie online. Online sind sie allerdings für den Körper geradezu überlebensnotwendig. Die Bewegungslosigkeit ist wesentlich größer und ein Tag am PC eine geistige und körperliche Herausforderung.

Aus der Pausenforschung ist bekannt, dass der Effekt regelmäßiger Kurzpausen größer ist, als der einer langen Pause. Kurzpausen und kurze gemeinsame Bewegungsimpulse sowie Entspannung für die sehr belasteten Augen sind daher ein Muss in der Trainingsgestaltung. Schon wenige Minuten – mindestens jede Stunde – genügen. Zwar kannst Du  immer an die Eigenverantwortung Deiner Teilnehmenden appellieren – bei mir gehört ein kleiner Energie-Kick allerdings zum gemeinsamen Programm.

Mein Tipp an Dich: Diese Aufgabe kann – mit klaren zeitlichen Absprachen – auch gern an TeilnehmerInnen übertragen werden. Denn wir lernen immer mit- und voneinander.

Gruppen- und Partnerarbeit

TeilnehmerInnen lieben in der Regel den Austausch in Breakout-Sessions. Daher solltest Du immer wieder Gruppenarbeit oder Partnerarbeit ermöglichen. Auch hier gilt – online wie offline gehört ein angemessener Wechsel der Sozialformen zu den methodisch-didaktischen Grundlagen eines jeden Trainings.

Technische Informationen und Einführung

Die TeilnehmerInnen benötigen vorab eine ausreichende Information, welche Ausstattung notwendig ist, Basisinfos zur Plattform und was sie auf Teilnehmerseite an Einstellungen klären müssen. Empfehlenswert ist, dass sie ca. 15 Minuten vor Beginn im virtuellen Raum eintreffen damit ein entspannter Start möglich ist und ggf. erste Schwierigkeiten behoben werden können.

Im Umgang mit den Werkzeugen und Funktionen muss zu Beginn Zeit eingeplant werden, damit alle die notwendigen Voraussetzungen haben um gut mitzumachen. Auch hier empfiehlt sich zumindest eine Viertelstunde zu investieren. Das lässt sich auf spielerische Weise in den Seminarfahrplan integrieren.

Gruppenregeln Online

Ebenfalls wichtig ist es zu Beginn einige „Online-Gruppenregeln“ festzulegen v.a. den Umgang mit Kamera – wann kann / darf sie ausgeschaltet werden, wie erfolgen Redebeiträge (mit Hand heben / oder Handzeichen) und wie der Chat genutzt werden soll.

Da wir alle miteinander sprechen können und uns bei Bedarf oder Fragen melden können, bin ich persönlich der Auffassung der Chat dient für Aufgaben und geplante Mitteilungen und zum Teilen von Dateien.

Als Trainerin möchte ich nicht gleichzeitig den Chat bedienen, dort immer wieder nach Fragen schauen sondern direkt angesprochen werden. Anders wäre es – so mein Vergleich dazu – als ob mir jemand im Präsenztraining ständig einen Notizzettel nach vorne bringt. 🙂

Überlege Dir, die Basisregeln, die Du als TrainerIn brauchst, um Dich wohlzufühlen und „alles zu geben“ – und dann frage bitte auch Deine TeilnehmerInnen, was ihnen wichtig ist  und schafft gemeinsam eine gute Arbeitsgrundlage. 

Gilt das nur für ein Gesundheitstraining?

Nein, alle methodisch-didaktischen Prinzipien sind für jede Form von Lernen wichtig – ob du Trainings, Seminare oder Fachschulungen anbietest. Lediglich die Nuancen verschieben sich ein wenig. 

Du siehst – ob Online oder Offline – vieles ist grundsätzlich gleich und manches ist grundsätzlich anders.  Teile gern Deine Erfahrungen im Kommentar.

Ich wünsche Dir Gutes Gelingen für Deine Online-Gesundheitstrainings!

Herzlich Trudy Henn

Wenn Du Dein Know How  als TrainerIn erweiteren möchtest, melde Dich doch mal zu einem meiner Online-Workshops  an: Kurse / Termine

Drei Workshops stehen aktuell zur Auswahl:  

  • Online-Gesundheitstraining – kreativ, interaktiv & lebendig
  • Kreative Online-Tools mit Powerpoint gestalten
  • Frische-Kick im Online-Training

Im Methodenpool kannst Du nach Anregungen und Ideen stöbern – online wie offline. 

Wenn Du wissen möchtest, was andere TeilnehmerInnen sagen, dann schaue auch bei den Referenzen vorbei.

Bildquellen:
Koosh Ball – henn-trainings
alle weiteren: pixabay CC0 Lizenz

 

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Online-Methodentipp „Alle, die…“

Ein Online-Methodentipp, der schnell eine lebendige Interaktion ermöglicht – auch in einer großen Gruppe.

Mit „Alle, die …“ gewinnen die TeilnehmerInnen  (TN) und Du einen raschen Überblick: Wer sind die anderen, wo kommen sie her, welchen Bezug haben sie zum Thema, welche Erfahrungen bringen sie mit, was ist ihre Lieblingsfarbe … Es hängt ganz davon ab, welche Auswahlfragen Du als TrainerIn in den virtuellen Raum gibst und was dir für dich und die Gruppe an Informationen wichtig erscheint. 

Und so geht es: 

Bitte alle TN ihre Kamera mit einem Post-it oder etwas ähnlichem abzudecken. Nun stellst Du eine Frage, und „Alle, die…“, auf die diese Frage zutrifft nehmen ihr Post-it weg und werden sichtbar. Dies schafft eine gute Struktur und hilft sich in der Gruppe vorab zu orientieren. Je nach Zeit, Situation, Thema kann bei den sichtbaren Personen genauer nachgefragt werden.

Würze Deine „Alle, die…Runden“ gern auch mit einer humorvollen oder ungewöhnlichen Frage und schau, was sich in der Gruppe verändert. 

Vorbereitung:        passende Fragen überlegen
Hilfsmittel:            ein Post-it / Papier, das hat jede/r
Zeitbedarf:             ca. 10 Minuten – länger, wenn Du mehr nachfragst
Hemmschwelle:   sehr niedrig,  wird i.d.R. sehr gut angenommen

Mein Tipp an Dich: Nutze diesen Türöffner für max. 5-6 Runden,  sonst wird es zu langatmig. 

Natürlich könnte auch jede/r einfach ihre Kamera aus- und wieder anschalten. Aber die bunten Post-its schaffen ein schönes buntes Bildschirmmosaik :). Meine Erfahrung ist, dass die TN  zunächst sehr überrascht sind, aber gern mitmachen und es als hilfreich erleben.

Du könntest – wenn es passt eine oder zwei  TN bitten, eine eigene Frage, die sie in Bezug auf die anderen interessiert zu stellen.  

Wenn Du diese Methode ausprobiert hast, berichte gern von Deinen Erfahrungen.

Wenn Du Lust hast, noch mehr kreative Methoden kennen zu lernen, dann schau doch mal bei einem meiner Online-Workshops vorbei.

Herzlich Trudy Henn

Kreative Methoden für lebendige Gesundheitstrainings: Kurse / Termine

#Online-Training #Kreative_Methoden #Train-the-Trainer #Zoomista

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Auf Umwegen zur Zoomista

Offline oder Online – Präsenz oder Monitor

Offline oder Online – Präsenz oder Monitor – die aktuelle Situation verlangt uns TrainerInnnen einiges an Flexibilität ab. Wie können wir mit unserem Herzblut und unserer Freude an Seminaren in Pandemie Zeiten bestehen, wie unsere Existenz sichern? Ist Online-Training überhaupt möglich?

Die aktuelle Situation gibt uns aber genauso – mit einem Perspektivwechsel betrachtet – die Möglichkeit unsere schon lange überfällige Planung und Konzeption neuer Angebote endlich in Angriff zu nehmen, uns auch mit Online-Angeboten ein Standbein zu schaffen, die längst fällige Digitalisierung anzugehen.

Hilfe! Online geht das nicht!

Welche seltsamen persönlichen Auswüchse dies haben kann, und welche eigenen Hemmschwellen dabei zu überwinden sind, davon möchte ich euch hier – augenzwinkernd – berichten.

Hilfe – online… mein erster Gedanke anlässlich des ersten Lockdowns im März. Ich liebe meine Präsenzkurse, liebe es mit meinen Teilnehmerinnen in einer Runde zu sein, eine schön gestaltete Mitte zu haben, einen persönlichen Austausch zu ermöglichen und gemeinsames Lernen und Erleben. Wie soll das online gehen? Never ever!

Hilfe – online … mein zweiter Gedanke… wenn online, wie soll das in meiner Wohnung funktionieren – alles vollgepackt mit Büchern, Ordnern, Möbeln … leichtes „Messie-Chaos“ … und wie privat möchte ich mich eigentlich meinen Teilnehmern zeigen … online von zuhause, das ist viel zu privat – also was brauche ich?

Hilfe – online … mein dritter Gedanke … das muss dann aber richtig richtig gut durchdacht, strukturiert und natürlich megaperfekt sein.

Wenn’s mal wieder länger dauert

Und dann ging sie los, die Recherche, wie sich das kleine „Messie-Chaos“ verbergen lässt … Popup Green Screen, Studiolampen … okay – das funktionierte nicht ganz so gut, mein Schreibtisch steht etwas gequetscht vor einem Fenster, dem Bildwinkel der Kamera konnte der Green Screen nicht Herr werden.

Also: ein Gestänge, dass sich quer durch den Raum aufstellen ließ musste her, plus eine ansprechende Leinwand, die daran befestigt werden sollte. Stunden wurden mit der Recherche nach dem optimalen Hintergrund verbracht, Stoffmuster gewälzt.

Das Gestänge kam, es war unhandlich und wackelig, der Theatermoltonstoff in Creme … ein Geruchserlebnis.

Gleichzeitig holte ich mir eine Information nach der anderen  – Zoom-Tutorials, Edudip – wow coole Plattform – ach nee… was man damit alles machen kann … meine Agenda war gespickt mit Lernen.

In Gesprächen mit Kolleginnen teilte ich fleißig mein neu gewonnenes Wissen und was für spannende Möglichkeiten es für die Online-Umsetzung von Trainings gibt.

Einmal entdeckt wie sich Offline-Tools in Online-Tools verwandeln lassen, mutierte ich zur Sammlerin und Methodenentwicklerin.

Perfektionismus … nicht das wirkliche Leben

Die Wochen gingen ins Land … Während ich noch mit der optimalen Ausstattung beschäftigt war, plante einen Kurs zu planen und zu methodischen Höhenflügen abhob, hatte eine Kollegin, mit der ich mich zu Beginn austauschte – und die großen Bammel vor Online Kursen hatte – schon lange angefangen. In ihrer Wohnung – einfach so! Es klappte gut, sie konnte ihre Teilnehmer auch online mitnehmen und überhaupt … einiges war dadurch sogar leichter geworden.

Es wird ernst

Anfang Mai dann die Nachricht – ein Auftraggeber für den viele Präsenzseminare geplant waren – stieg um … ONLINE …  Mit anderen Worten: Es wurde ernst!

Wir – ein Vierer-Trainerinnen-Team mussten unsere Ausbildungsinhalte von vier Tagen auf zwei Tage komprimieren (die ergänzende Präsenz findet 2021 statt) und auf Online-Vermittlung umstellen.

Und dies sowohl inhaltlich – wie methodisch. Okay … das methodische Herzblut durfte also weiter fließen.

Und wir haben gemeinsam ein tolles Konzept für das online-Training entwickelt.

Die Plattform war dann eine Überraschung. Alfaview – was haben wir gewettert über das, was alles nicht geht … z.B. lässt sich der Chat nicht speichern und es gibt keine Möglichkeit eine gemeinsame Pinnwand zu bearbeiten. … Aber es war einfach zu bedienen … und schließlich wurden wir vier Alfaview-Profis.

Vom Alfaview-Profi zur Zoomista

Quasi über Nacht kam dann die Nachricht – die Ausbildungen ziehen um auf Zoom. Hilfe… Zoom … damit hatte ich mich schon lange nicht mehr beschäftigt. Sozusagen „Fight – Flight or Freeze“ … im Live-Modus. Innerhalb von zwei Tagen musste (nicht nur) ich mich umstellen und trauerte schon ein wenig Alfaview hinterher – obwohl Zoom einfach großartige Möglichkeiten und tolle Funktionen bietet.

Online inspiriert und inspirierend

Mein erstes Online-Seminar, dass ich als Trainerin halten konnte war zwar anstrengend und hatte einige technische Tücken – Stressbewältigung live, sozusagen. Aber es hat mich total inspiriert. Inspiriert zu weiteren Methoden und dazu selbst Online-Tools zu entwickeln.

Und inzwischen … bin ich begeisterte und begeisternde Online-Trainerin und bekennende Zoomista. Ich entdecke immer wieder neue Funktionen und Umsetzungsmöglichkeiten. Die Ideen sprudeln – die Online-Tool-Box wächst.

Ich sehe inzwischen viele Vorteile … keine Anfahrt und damit später aufstehen können, keine Schlepperei von Seminarmaterial (und pädagogisches Gepäck kann ganz schön schwer sein), die Möglichkeit mehr Menschen aus den unterschiedlichsten Ecken Deutschlands zu erreichen … und es gibt noch etliche mehr.

Toll, dass die moderne Technik es uns – Trainerinnen wie Teilnehmerinnen ermöglicht eine virtuelle Gemeinschaft zu sein und miteinander und voneinander zu lernen.

Mein wichtigster Tipp an Dich …

Trau Dich, fang an und verabschiede Dich vom Perfektionismus, ganz im Sinne eines Miteinander Lernens und Wachsens. Und wenn Du magst, berichte gern von Deinen Erfahrungen. 

Online und Offline – mein Zukunftswunschmix

Dennoch … so ganz ohne Präsenzseminare fehlt mir etwas … für die Zukunft heißt es daher für mich: Eine glückliche Mischung zwischen Online und Offline Seminaren finden.

Vielen Dank an Evelyn, Lisa und Bianca für die gemeinsame spannende Online-Zeit und unser wohltuendes und achtsames Miteinander.

 

Online-Workshops

Wenn Du Interesse hast, mehr über Online-Tools zu lernen und Dich online ausprobieren möchtest, dann schau bei einem meiner Online-Workshops vorbei.

Aktuelle Termine findest Du hier: Kurse / Termine

 

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Methodentipp Obstkorb-Reflexion

Kreative Methoden für lebendigen Austausch

Gibst Du in Deinen Gruppen und Seminaren den TeilnehmerInnen  auch die Möglichkeit sich auszutauschen oder ihre aktuelle Situation zu reflektieren und suchst noch nach kreativen Ideen?

Dann probiere  doch mal meine

„Obstkorb-Reflektion“

aus.

Sie hat eine griffige Bildersprache,  es gibt etwas zu sehen, zu fühlen und zu tun. Du kannst sie auch prima abwandeln für Dein Gruppenthema und sie braucht nicht viel Zeit. Und wenn Du für Deine TeilnehmerInnen Obst für die Pause bestellt hast, hast Du schon fast alles parat dafür  (so wie in meinem Obstkorb unten, der letztens mal ganz schnell gehen musste. 🙂

So geht es:

Du brauchst einen Obstkorb, verschiedene Obstsorten und beschriftete Moderationskarten.

Jedes Obst steht für etwas Symbolisches zu dem Deine TeilnehmerInnen sich austauschen können.

In meinem letzten Obstkorb waren

Apfel                        „Das läuft rund“
Banane                    “ Das läuft krumm“
Kiwi                         “ Das ist mir noch grün“ = fremd
Zitrone                    “ Das macht mich sauer“
Nektarine               “ voll und saftig“

Obst und passende Moderationskarte liegen zusammen. Wer dran ist kann sich nun seinen passenden Obstkorb zusammenstellen und etwas dazu erzählen. Danach wird der Obstkorb wieder geleert. Und der / die nächste füllt seinen eigenen Obstkorb.

Worauf Du achten solltest

Damit die Runde nicht zu lang wird und ihren Pfiff behält, ist es wichtig, diese gut zu moderieren. Nimm nicht zu viel verschiedene Obstsorten, das wird langweilig und überfordert. 3-5 sind eine gute Richtschnur.

Hast Du Lust bekommen, noch ein wenig Obst in Bildersprache zu verwandeln? Dann kannst du das gern in den Kommentaren tun.

Viel Spaß wünscht Dir

Trudy Henn

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Kreative Methoden – Wunschstein

Der Wunschstein sorgt für Atmosphäre und Wertschätzung

Heute stelle ich Dir eine Kreative Methode vor, mit der Du den Anfang Deines Kurses oder Seminars anheimelnd gestalten kannst. Ich habe sie „Wunschstein“ genannt und schon oft ausprobiert.

Sie kommt bei den Teilnehmenden gut an, sorgt für eine warme Atmosphäre und drückt auch Deine Wertschätzung ihnen gegenüber aus.

Mein Name ist… und ich wünsche mir hier…

Besorge Dir viele kleine Edelsteine oder Glassteine und fülle sie in einen Beutel oder eine Schale. Für die Kennenlernrunde kannst Du nun den Beutel rundgeben und jede Teilnehmerin bitten, sich einen „Wunschstein“ auszusuchen, sich kurz mit Namen vorzustellen und zu erzählen, mit welchem „Wunsch“ sie in den Kurs gekommen ist.

Diesen Stein erhält sie dann als „Gedankenstütze“ für ihren Wunsch geschenkt… und er  kann direkt in die Hosentasche (oder zuhause an einen sichtbaren Ort) wandern.

Darauf solltest Du achten

Sorge dafür, dass niemand denkt, er müsse nun „sein Innerstes“ gegenüber Fremden nach außen kehren. Jeder Wunsch ist okay… und Du kannst auch einfließen lassen, dass es Wünsche gibt, die öffentlich gemacht werden und welche, die erst einmal im Verborgenen bleiben. Ein Wunsch lässt sich so auch mit „Erwartung an den Kurs“ übersetzen.

Was Du sonst noch machen kannst

Du kannst im Kursverlauf immer mal wieder an den „Wunschstein“ erinnern – ihn vielleicht auch erst zu einem späteren Zeitpunkt einsetzen oder ihn auch für den Abschied nutzen.

…und es muss nicht unbedingt ein Stein sein. Als „Wunschmaterial“ fallen mir noch ein: Perlen, Murmeln, Knöpfe, Holzherzchen, Apfelkerne, Kastanien, Pinienzapfen, Glückskleesamen ….so stop… es will gerade mal wieder kreativ mit mir durchgehen 😉 Du wirst schon das passende für Dich finden.

Das alles kostet Dich nicht viel, ist aber trotzdem kostbar. 

Probiere es mal aus, und wenn Du magst schreib mir Deine Erfahrungen.

Herzlich Trudy Henn

Du möchtest gern mehr Kreative Methoden kennen lernen – dann schau mal hier vorbei. Demnächst gibt es wieder neue Termine  in Mainz und Düsseldorf:
Kreative Methoden für lebendige Gesundheitstrainings

 

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Steine und Sand – Tipps für Deine Kursplanung

Die wichtigen Dinge im Leben

Steine & SandEin Philosophieprofessor stand vor seinen Studenten und hatte ein paar Dinge vor sich liegen.

Er begann seine Vorlesung damit, ein großes leeres Glas bis zum Rand mit großen Steinen zu füllen. Anschließend fragte er seine Studenten, ob das Glas voll sei.

Sie bejahten dies. Der Professor nahm eine Schachtel mit Kieselsteinen, schüttete sie in das Glas und schüttelte es leicht. Die Kieselsteine rollten in die Räume zwischen den größeren Steinen. Dann fragte er seine Studenten erneut, ob das Glas jetzt voll sei. Sie stimmten wieder zu und lachten. Der Professor lächelte ebenfalls, nahm eine Schachtel mit Sand und schüttete ihn in das Glas. Natürlich füllte der Sand nun die letzten Zwischenräume im Glas aus.

„Nun“, sagte er dann, an seine Studenten gewandt, „Ich möchte, dass Sie erkennen, dass dieses Glas wie ihr Leben ist! Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben: Ihre Familie, Ihr Partner, Ihre Freunde, Ihre Kinder, Ihre Berufung, Ihre Gesundheit – Dinge, die – wenn alles andere wegfiele und nur sie übrig blieben – ihr Leben immer noch erfüllen würden.

Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge, wie z.B. Ihr Job, Ihre Wohnung, Ihr Haus oder Ihr Auto. Und der Sand symbolisiert die ganz kleinen Dinge im Leben. Wenn Sie den Sand zuerst in das Glas füllen, bleibt kein Raum für die Kieselsteine oder die großen Steine.

So ist es auch in Ihrem Leben: Wenn Sie all ihre Energie für die kleinen Dinge in ihrem Leben aufwenden, haben Sie für die großen keine mehr. Achten Sie daher auf die wichtigen Dinge, nehmen Sie sich Zeit für die Dinge, die Ihnen am meisten am Herzen liegen. Es wird noch genug Zeit geben für Arbeit, Haushalt, Partys usw.

Achten Sie zuerst auf die großen Steine – sie sind es, die wirklich zählen. Der Rest ist nur Sand.“

Wie Du diese Geschichte für Deine Kursplanung nutzen kannst

Sitzt Du auch manchmal an deiner Kursplanung oder am Stundenaufbau und weißt nicht genau wie Du es am besten anfangen sollst? Planst Du Dich von Minute zu Minute vorwärts und kommst nicht so richtig voran?
Dann schau doch mal ob meine Tipps in Verbindung mit dieser schönen Geschichte Dich unterstützen können.

Lege als Erstes die groben Strukturen für deinen Kurs (oder deine Stunde) fest, z.B. Ankommen – Austausch – Bewegung – Entspannung – Ausklang – Abschlussrunde.
Oder bestimme als erstes die längeren Einheiten, z.B. Kennenlernübung 15 Minuten; Fantasiereise  15 Minuten; Progressive Muskelentspannung 20 Minuten Minuten; Information zu Entspannungsreaktion / Stressreaktion 15 Minuten.

Genau wie die großen Steine in der Geschichte kannst Du sie auf Deine Stunde verteilen. So hast Du schon einen guten Anhaltspunkt wie viel Zeit verplant und wie viel Zeit noch übrig ist.

Im nächsten Schritt wählst Du die kleineren Einheiten aus, z.B. Lockerungsübungen  5 Min. oder Atemübungen  10 Minuten. Wenn die grobe Struktur steht, kannst Du sie nun prima einpassen – ganz im Sinne der Kieselsteine.

Zuletzt kannst Du Dir dann noch die kleinen Feinheiten überlegen, mit denen Du Deine Stunde abrunden möchtest, z.B. einen Willkommensgruß auf dem Stuhl, einen Gedankenimpuls zum Abschluss, eine besonders schöne Dekoration usw.

Das ist dann ganz im Sinne des „Sandes“ – nenne es hier die besonderen kleinen Feinheiten und Aufmerksamkeiten, mit denen Du Deine Teilnehmerinnen verwöhnen möchtest.

Verzettel Dich ruhig

Ein wunderbares Hilfsmittel zum Planen sind Post-its. Jede Einheit, Aktion, ob groß oder klein, schreibst Du auf ein eigenes Post it.

Nutze zum Planen dann eine Wand oder Tür und Du kannst dir Deine Stunden super zusammenbauen, immer wieder umstecken, anders sortieren – bis alles stimmig ist und optimal steht.

Da Du wahrscheinlich auch in zukünftigen Kursen ähnliche Übungen machen wirst kannst Du sie dir gleich als „Zettelvorrat“ anlegen und aufheben.

Ich wünsche Dir viel Freude und Erfolg bei Deiner Planung.
Herzlich Trudy Henn von henn-trainings & seminare

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