Wie Dein Online-Gesundheitstraining gelingt

Online-Gesundheitstraining

Was macht ein gutes Online-Gesundheitstraining aus, was kann ich als TrainerIn dazu beitragen und was sollte ich wissen und beachten? Wo liegt der Unterschied zu Präsenztrainings, kann das überhaupt funktionieren und will ich das überhaupt, „online gehen“ mit meinen Angeboten? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen viele TrainerInnen. Was also kannst Du tun und wie kann es gelingen? Darüber schreibe ich für Dich in diesem Beitrag. 

Interaktion – Herzschlag Deines Online-Gesundheitstrainings 

Ein gelungenes Seminar oder Training lebt von der Interaktion und dem Miteinander der Teilnehmenden. Nur in einer guten Atmosphäre wird es gelingen, dass auch Persönliches mitgeteilt wird und Vertrauen entsteht. Und genau das ist besonders wichtig für den Erfolg eines Gesundheitstrainings – ob es sich nun um Entspannung, Stressbewältigung, Ernährung, Bewegung oder sonstige Gesundheitsthemen handelt. 

Deine  Aufgabe als TrainerIn ist es, Interaktion und Miteinander mit den – und für die -TeilnehmerInnen  zu organisieren und einen wohltuenden Lernrahmen aufzuspannen. Einen Lernrahmen, der sie abholt, aktiviert, Entwicklung ermöglicht und nachhaltig wirkt. Das gilt für die Präsenz genauso wie Online.

Was Online möglich ist

 

Auch Online ist fast alles möglich, was wir als TrainerInnen aus Präsenztrainings so schätzen und lieben:

Inhalte präsentieren und vermitteln

  • über die Bildschirmfreigabe mit vorbereiteten Powerpoints oder selbst erstellten Charts, die eingescannt wurden, analog einer Präsentation mit Beamer, Stellwand oder Flipchart
  • direkt und live über eine Dokumentenkamera
  • über ein „reales“ Flipchart und der entsprechenden Kameraeinstellung in den Raum

Austausch, Reflexion und Gesprächsrunden

  • im Plenum
  • in Kleingruppen bzw. in Partnerarbeit mit der Funktion „Breakout-Session“

Schriftlicher Austausch und Gruppenaufgaben

als Brainstorming, Statement, Moderationswand

  • über eine Whiteboard-Funktion
  • mit vorbereiteten Powerpoint-Folien, die als Whiteboard dienen
  • in Kleingruppen (Breakout-Sessions), die über die Bildschirmfreigabe gemeinsam an Inhalten und Aufgaben arbeiten können
  • über den Chat, der explizit für Aufgaben, Fragestellungen etc. genutzt werden kann

Das Tolle: Alle Online-Powerpoint-Charts erstellst Du einmal – danach kannst Du sie immer wieder verwenden – aber die Ergebnisse aus dem Seminar als jpg. abspeichern und als Fotodokumentation verschicken. Sogar Online-Kartentools lassen sich z.B. mit Powerpoint selbst erstellen und nutzen. Hier lohnt es sich, ein wenig Zeit und kreative Lust in die Gestaltung zu investieren.

Selbst Experimente, komplexere Methoden wie ein Erzählkarussell, World-Café oder ein Fishbowl lassen sich online umsetzen.

Collaborationstools … Klasse Helfer von „außen“

Hinzu kommen sogenannte „Collaborationstools“ wie z.B. Miro, Conceptboard oder Mentimeter, die Du einbinden kannst und die Moderationskoffer, Flip-Chart und Stellwand online ersetzen. 

Analog trifft Digital

Wenn Du es analoger magst, kannst Du eine Kamera so einstellen, dass Du im Raum an einem realen Flipchart stehst oder bei Bewegungskursen auf der Matte. 

Mit einer Dokumentenkamera lassen sich ebenfalls viele analoge Momente herstellen. So kannst Du beispielsweise eine „kleine Mitte“ gestalten und einblenden, reale Gegenstände nutzen, Karten ziehen lassen, Charts, Bücher, Bilder zeigen oder live an einem Tisch-Flip-Chart schreiben.

Zwei Tipps – Gelingen oder Scheitern  

Wer einmal verstanden hat, welche Funktionen online machbar sind und grundsätzlich schon gerne in seinen Trainings mit vielfältigen Methoden gearbeitet hat, wird sich selbst jede Menge Tools in die Online-Welt „übersetzen“ können.

Mein wichtigster Tipp dabei ist: Mut haben, ins kalte oder vielleicht schon lauwarme Wasser springen – sich von Perfektionismus verabschieden und starten, ganz im Sinne eines Miteinander Lernens und Wachsens.

Mein wichtigster Tipp um zu Scheitern ist: Eine „Anti-Online-Haltung“ einnehmen, trotzdem Trainings online anbieten und vor Teilnehmenden öffentlich der Präsenz hinterhertrauern J

Online-Trainings werden uns noch eine ganze Weile begleiten. Sie verändern gerade die Trainings- und Fortbildungswelt und werden zukünftig dort einen festen Platz haben. So ganz können sie Präsenzseminare dennoch nicht ersetzen. Für die Zukunft heißt es daher eine glückliche Mischung zwischen Online und Offline zu finden.

Anforderungen an eine gute Online-Plattform

  • Stabilität – keine Abstürze
  • einfacher und gleichzeitig sicherer Zugang
  • einfache Bedienelemente für TrainerIn und Teilnehmende
  • Sicherheitselemente für TrainerIn (z.B. TN entfernen, Zugang steuern)
  • möglichst alle Teilnehmenden auf einem Bildschirm gemeinsam sichtbar!
  • Bildschirmfreigabe für Inhalte verschiedener Formate
  • Whiteboard-Funktion zur Bearbeitung für TrainerIn und Teilnehmende
  • Chat zur ergänzenden schriftlichen Verständigung
  • Versandmöglichkeit von Dateien
  • Gruppenarbeitsräume

Die Plattform Zoom, die ich sehr schätze, bietet alle diese Funktionen und noch mehr. Damit ist sie für mich die Plattform der Wahl. Es gibt jedoch viele weitere interessante Möglichkeiten.

Was ist bei der Online-Vermittlung zu beachten

Lernhäppchen und Methodenwechsel

Lerninhalte sollten immer in appetitliche und gut verdauliche Häppchen aufgeteilt werden. Hinzu kommen ein angemessener Methodenwechsel – etwa alle 20 Minuten -, das Ansprechen möglichst unterschiedlicher Sinneskanäle und die Aktivierung der Teilnehmenden wo immer das möglich ist. Das gilt für Präsenz, wie auch Online-Vermittlung.

Wichtig für die Bildschirmfreigabe

Du weißt nicht, wie es auf „der anderen Seite“, also auf dem Monitor der TeilnehmerInnen aussieht. Ist er klein oder gibt es ausreichend Platz. Immer dann wenn Du den Bildschirm teilst, geht Platz verloren, d.h. die TeilnehmerInnen können u.U. die anderen nicht mehr sehen oder nur einige.

Mein Tipp ist daher, immer wenn es geht, das Teilen zu beenden, damit sich möglichst alle sehen können.

Pausen und Bewegung

Ausreichende Pausen und Bewegung unterstützen einen gelingenden Lernprozess – offline wie online. Online sind sie allerdings für den Körper geradezu überlebensnotwendig. Die Bewegungslosigkeit ist wesentlich größer und ein Tag am PC eine geistige und körperliche Herausforderung.

Aus der Pausenforschung ist bekannt, dass der Effekt regelmäßiger Kurzpausen größer ist, als der einer langen Pause. Kurzpausen und kurze gemeinsame Bewegungsimpulse sowie Entspannung für die sehr belasteten Augen sind daher ein Muss in der Trainingsgestaltung. Schon wenige Minuten – mindestens jede Stunde – genügen. Zwar kannst Du  immer an die Eigenverantwortung Deiner Teilnehmenden appellieren – bei mir gehört ein kleiner Energie-Kick allerdings zum gemeinsamen Programm.

Mein Tipp an Dich: Diese Aufgabe kann – mit klaren zeitlichen Absprachen – auch gern an TeilnehmerInnen übertragen werden. Denn wir lernen immer mit- und voneinander.

Gruppen- und Partnerarbeit

TeilnehmerInnen lieben in der Regel den Austausch in Breakout-Sessions. Daher solltest Du immer wieder Gruppenarbeit oder Partnerarbeit ermöglichen. Auch hier gilt – online wie offline gehört ein angemessener Wechsel der Sozialformen zu den methodisch-didaktischen Grundlagen eines jeden Trainings.

Technische Informationen und Einführung

Die TeilnehmerInnen benötigen vorab eine ausreichende Information, welche Ausstattung notwendig ist, Basisinfos zur Plattform und was sie auf Teilnehmerseite an Einstellungen klären müssen. Empfehlenswert ist, dass sie ca. 15 Minuten vor Beginn im virtuellen Raum eintreffen damit ein entspannter Start möglich ist und ggf. erste Schwierigkeiten behoben werden können.

Im Umgang mit den Werkzeugen und Funktionen muss zu Beginn Zeit eingeplant werden, damit alle die notwendigen Voraussetzungen haben um gut mitzumachen. Auch hier empfiehlt sich zumindest eine Viertelstunde zu investieren. Das lässt sich auf spielerische Weise in den Seminarfahrplan integrieren.

Gruppenregeln Online

Ebenfalls wichtig ist es zu Beginn einige „Online-Gruppenregeln“ festzulegen v.a. den Umgang mit Kamera – wann kann / darf sie ausgeschaltet werden, wie erfolgen Redebeiträge (mit Hand heben / oder Handzeichen) und wie der Chat genutzt werden soll.

Da wir alle miteinander sprechen können und uns bei Bedarf oder Fragen melden können, bin ich persönlich der Auffassung der Chat dient für Aufgaben und geplante Mitteilungen und zum Teilen von Dateien.

Als Trainerin möchte ich nicht gleichzeitig den Chat bedienen, dort immer wieder nach Fragen schauen sondern direkt angesprochen werden. Anders wäre es – so mein Vergleich dazu – als ob mir jemand im Präsenztraining ständig einen Notizzettel nach vorne bringt. 🙂

Überlege Dir, die Basisregeln, die Du als TrainerIn brauchst, um Dich wohlzufühlen und „alles zu geben“ – und dann frage bitte auch Deine TeilnehmerInnen, was ihnen wichtig ist  und schafft gemeinsam eine gute Arbeitsgrundlage. 

Gilt das nur für ein Gesundheitstraining?

Nein, alle methodisch-didaktischen Prinzipien sind für jede Form von Lernen wichtig – ob du Trainings, Seminare oder Fachschulungen anbietest. Lediglich die Nuancen verschieben sich ein wenig. 

Du siehst – ob Online oder Offline – vieles ist grundsätzlich gleich und manches ist grundsätzlich anders.  Teile gern Deine Erfahrungen im Kommentar.

Ich wünsche Dir Gutes Gelingen für Deine Online-Gesundheitstrainings!

Herzlich Trudy Henn

Wenn Du Dein Know How  als TrainerIn erweiteren möchtest, melde Dich doch mal zu einem meiner Online-Workshops  an: Kurse / Termine

Drei Workshops stehen aktuell zur Auswahl:  

  • Online-Gesundheitstraining – kreativ, interaktiv & lebendig
  • Kreative Online-Tools mit Powerpoint gestalten
  • Frische-Kick im Online-Training

Im Methodenpool kannst Du nach Anregungen und Ideen stöbern – online wie offline. 

Wenn Du wissen möchtest, was andere TeilnehmerInnen sagen, dann schaue auch bei den Referenzen vorbei.

Bildquellen:
Koosh Ball – henn-trainings
alle weiteren: pixabay CC0 Lizenz

 

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Online-Methodentipp „Alle, die…“

Ein Online-Methodentipp, der schnell eine lebendige Interaktion ermöglicht – auch in einer großen Gruppe.

Mit „Alle, die …“ gewinnen die TeilnehmerInnen  (TN) und Du einen raschen Überblick: Wer sind die anderen, wo kommen sie her, welchen Bezug haben sie zum Thema, welche Erfahrungen bringen sie mit, was ist ihre Lieblingsfarbe … Es hängt ganz davon ab, welche Auswahlfragen Du als TrainerIn in den virtuellen Raum gibst und was dir für dich und die Gruppe an Informationen wichtig erscheint. 

Und so geht es: 

Bitte alle TN ihre Kamera mit einem Post-it oder etwas ähnlichem abzudecken. Nun stellst Du eine Frage, und „Alle, die…“, auf die diese Frage zutrifft nehmen ihr Post-it weg und werden sichtbar. Dies schafft eine gute Struktur und hilft sich in der Gruppe vorab zu orientieren. Je nach Zeit, Situation, Thema kann bei den sichtbaren Personen genauer nachgefragt werden.

Würze Deine „Alle, die…Runden“ gern auch mit einer humorvollen oder ungewöhnlichen Frage und schau, was sich in der Gruppe verändert. 

Vorbereitung:        passende Fragen überlegen
Hilfsmittel:            ein Post-it / Papier, das hat jede/r
Zeitbedarf:             ca. 10 Minuten – länger, wenn Du mehr nachfragst
Hemmschwelle:   sehr niedrig,  wird i.d.R. sehr gut angenommen

Mein Tipp an Dich: Nutze diesen Türöffner für max. 5-6 Runden,  sonst wird es zu langatmig. 

Natürlich könnte auch jede/r einfach ihre Kamera aus- und wieder anschalten. Aber die bunten Post-its schaffen ein schönes buntes Bildschirmmosaik :). Meine Erfahrung ist, dass die TN  zunächst sehr überrascht sind, aber gern mitmachen und es als hilfreich erleben.

Du könntest – wenn es passt eine oder zwei  TN bitten, eine eigene Frage, die sie in Bezug auf die anderen interessiert zu stellen.  

Wenn Du diese Methode ausprobiert hast, berichte gern von Deinen Erfahrungen.

Wenn Du Lust hast, noch mehr kreative Methoden kennen zu lernen, dann schau doch mal bei einem meiner Online-Workshops vorbei.

Herzlich Trudy Henn

Kreative Methoden für lebendige Gesundheitstrainings: Kurse / Termine

#Online-Training #Kreative_Methoden #Train-the-Trainer #Zoomista

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Auf Umwegen zur Zoomista

Offline oder Online – Präsenz oder Monitor

Offline oder Online – Präsenz oder Monitor – die aktuelle Situation verlangt uns TrainerInnnen einiges an Flexibilität ab. Wie können wir mit unserem Herzblut und unserer Freude an Seminaren in Pandemie Zeiten bestehen, wie unsere Existenz sichern? Ist Online-Training überhaupt möglich?

Die aktuelle Situation gibt uns aber genauso – mit einem Perspektivwechsel betrachtet – die Möglichkeit unsere schon lange überfällige Planung und Konzeption neuer Angebote endlich in Angriff zu nehmen, uns auch mit Online-Angeboten ein Standbein zu schaffen, die längst fällige Digitalisierung anzugehen.

Hilfe! Online geht das nicht!

Welche seltsamen persönlichen Auswüchse dies haben kann, und welche eigenen Hemmschwellen dabei zu überwinden sind, davon möchte ich euch hier – augenzwinkernd – berichten.

Hilfe – online… mein erster Gedanke anlässlich des ersten Lockdowns im März. Ich liebe meine Präsenzkurse, liebe es mit meinen Teilnehmerinnen in einer Runde zu sein, eine schön gestaltete Mitte zu haben, einen persönlichen Austausch zu ermöglichen und gemeinsames Lernen und Erleben. Wie soll das online gehen? Never ever!

Hilfe – online … mein zweiter Gedanke… wenn online, wie soll das in meiner Wohnung funktionieren – alles vollgepackt mit Büchern, Ordnern, Möbeln … leichtes „Messie-Chaos“ … und wie privat möchte ich mich eigentlich meinen Teilnehmern zeigen … online von zuhause, das ist viel zu privat – also was brauche ich?

Hilfe – online … mein dritter Gedanke … das muss dann aber richtig richtig gut durchdacht, strukturiert und natürlich megaperfekt sein.

Wenn’s mal wieder länger dauert

Und dann ging sie los, die Recherche, wie sich das kleine „Messie-Chaos“ verbergen lässt … Popup Green Screen, Studiolampen … okay – das funktionierte nicht ganz so gut, mein Schreibtisch steht etwas gequetscht vor einem Fenster, dem Bildwinkel der Kamera konnte der Green Screen nicht Herr werden.

Also: ein Gestänge, dass sich quer durch den Raum aufstellen ließ musste her, plus eine ansprechende Leinwand, die daran befestigt werden sollte. Stunden wurden mit der Recherche nach dem optimalen Hintergrund verbracht, Stoffmuster gewälzt.

Das Gestänge kam, es war unhandlich und wackelig, der Theatermoltonstoff in Creme … ein Geruchserlebnis.

Gleichzeitig holte ich mir eine Information nach der anderen  – Zoom-Tutorials, Edudip – wow coole Plattform – ach nee… was man damit alles machen kann … meine Agenda war gespickt mit Lernen.

In Gesprächen mit Kolleginnen teilte ich fleißig mein neu gewonnenes Wissen und was für spannende Möglichkeiten es für die Online-Umsetzung von Trainings gibt.

Einmal entdeckt wie sich Offline-Tools in Online-Tools verwandeln lassen, mutierte ich zur Sammlerin und Methodenentwicklerin.

Perfektionismus … nicht das wirkliche Leben

Die Wochen gingen ins Land … Während ich noch mit der optimalen Ausstattung beschäftigt war, plante einen Kurs zu planen und zu methodischen Höhenflügen abhob, hatte eine Kollegin, mit der ich mich zu Beginn austauschte – und die großen Bammel vor Online Kursen hatte – schon lange angefangen. In ihrer Wohnung – einfach so! Es klappte gut, sie konnte ihre Teilnehmer auch online mitnehmen und überhaupt … einiges war dadurch sogar leichter geworden.

Es wird ernst

Anfang Mai dann die Nachricht – ein Auftraggeber für den viele Präsenzseminare geplant waren – stieg um … ONLINE …  Mit anderen Worten: Es wurde ernst!

Wir – ein Vierer-Trainerinnen-Team mussten unsere Ausbildungsinhalte von vier Tagen auf zwei Tage komprimieren (die ergänzende Präsenz findet 2021 statt) und auf Online-Vermittlung umstellen.

Und dies sowohl inhaltlich – wie methodisch. Okay … das methodische Herzblut durfte also weiter fließen.

Und wir haben gemeinsam ein tolles Konzept für das online-Training entwickelt.

Die Plattform war dann eine Überraschung. Alfaview – was haben wir gewettert über das, was alles nicht geht … z.B. lässt sich der Chat nicht speichern und es gibt keine Möglichkeit eine gemeinsame Pinnwand zu bearbeiten. … Aber es war einfach zu bedienen … und schließlich wurden wir vier Alfaview-Profis.

Vom Alfaview-Profi zur Zoomista

Quasi über Nacht kam dann die Nachricht – die Ausbildungen ziehen um auf Zoom. Hilfe… Zoom … damit hatte ich mich schon lange nicht mehr beschäftigt. Sozusagen „Fight – Flight or Freeze“ … im Live-Modus. Innerhalb von zwei Tagen musste (nicht nur) ich mich umstellen und trauerte schon ein wenig Alfaview hinterher – obwohl Zoom einfach großartige Möglichkeiten und tolle Funktionen bietet.

Online inspiriert und inspirierend

Mein erstes Online-Seminar, dass ich als Trainerin halten konnte war zwar anstrengend und hatte einige technische Tücken – Stressbewältigung live, sozusagen. Aber es hat mich total inspiriert. Inspiriert zu weiteren Methoden und dazu selbst Online-Tools zu entwickeln.

Und inzwischen … bin ich begeisterte und begeisternde Online-Trainerin und bekennende Zoomista. Ich entdecke immer wieder neue Funktionen und Umsetzungsmöglichkeiten. Die Ideen sprudeln – die Online-Tool-Box wächst.

Ich sehe inzwischen viele Vorteile … keine Anfahrt und damit später aufstehen können, keine Schlepperei von Seminarmaterial (und pädagogisches Gepäck kann ganz schön schwer sein), die Möglichkeit mehr Menschen aus den unterschiedlichsten Ecken Deutschlands zu erreichen … und es gibt noch etliche mehr.

Toll, dass die moderne Technik es uns – Trainerinnen wie Teilnehmerinnen ermöglicht eine virtuelle Gemeinschaft zu sein und miteinander und voneinander zu lernen.

Mein wichtigster Tipp an Dich …

Trau Dich, fang an und verabschiede Dich vom Perfektionismus, ganz im Sinne eines Miteinander Lernens und Wachsens. Und wenn Du magst, berichte gern von Deinen Erfahrungen. 

Online und Offline – mein Zukunftswunschmix

Dennoch … so ganz ohne Präsenzseminare fehlt mir etwas … für die Zukunft heißt es daher für mich: Eine glückliche Mischung zwischen Online und Offline Seminaren finden.

Vielen Dank an Evelyn, Lisa und Bianca für die gemeinsame spannende Online-Zeit und unser wohltuendes und achtsames Miteinander.

 

Online-Workshops

Wenn Du Interesse hast, mehr über Online-Tools zu lernen und Dich online ausprobieren möchtest, dann schau bei einem meiner Online-Workshops vorbei.

Aktuelle Termine findest Du hier: Kurse / Termine

 

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Methodentipp Obstkorb-Reflexion

Kreative Methoden für lebendigen Austausch

Gibst Du in Deinen Gruppen und Seminaren den TeilnehmerInnen  auch die Möglichkeit sich auszutauschen oder ihre aktuelle Situation zu reflektieren und suchst noch nach kreativen Ideen?

Dann probiere  doch mal meine

„Obstkorb-Reflektion“

aus.

Sie hat eine griffige Bildersprache,  es gibt etwas zu sehen, zu fühlen und zu tun. Du kannst sie auch prima abwandeln für Dein Gruppenthema und sie braucht nicht viel Zeit. Und wenn Du für Deine TeilnehmerInnen Obst für die Pause bestellt hast, hast Du schon fast alles parat dafür  (so wie in meinem Obstkorb unten, der letztens mal ganz schnell gehen musste. 🙂

So geht es:

Du brauchst einen Obstkorb, verschiedene Obstsorten und beschriftete Moderationskarten.

Jedes Obst steht für etwas Symbolisches zu dem Deine TeilnehmerInnen sich austauschen können.

In meinem letzten Obstkorb waren

Apfel                        „Das läuft rund“
Banane                    “ Das läuft krumm“
Kiwi                         “ Das ist mir noch grün“ = fremd
Zitrone                    “ Das macht mich sauer“
Nektarine               “ voll und saftig“

Obst und passende Moderationskarte liegen zusammen. Wer dran ist kann sich nun seinen passenden Obstkorb zusammenstellen und etwas dazu erzählen. Danach wird der Obstkorb wieder geleert. Und der / die nächste füllt seinen eigenen Obstkorb.

Worauf Du achten solltest

Damit die Runde nicht zu lang wird und ihren Pfiff behält, ist es wichtig, diese gut zu moderieren. Nimm nicht zu viel verschiedene Obstsorten, das wird langweilig und überfordert. 3-5 sind eine gute Richtschnur.

Hast Du Lust bekommen, noch ein wenig Obst in Bildersprache zu verwandeln? Dann kannst du das gern in den Kommentaren tun.

Viel Spaß wünscht Dir

Trudy Henn

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Kreative Methoden – Nummerierte Fragerunde

Kreative Methoden für lebendige Gesundheitstrainings

Im Gespräch mit Michaela Engels von Denkanstoss-Engels

In diesem Video-Talk sprechen Michaela und ich über Kreative Methoden für Seminare und stellen Dir auch gleich eine interaktive Idee vor, mit der man sich als Kursleitung mal auf ganz andere Art präsentieren kann.

Hier kannst Du Dir die „Nummerierte Fragerunde“ als pdf.Datei herunterladen:
Nummerierte Fragerunde

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12 Kreative Methoden eine Gruppe einzuteilen

Kreative Methoden für lebendige Gesundheitstrainings

12 Kreative Methoden eine Gruppe einzuteilen

Oft läuft es von alleine

Wenn Du mit Gruppen arbeitest, wirst Du manchmal auch gezielt Kleingruppen- oder Partnerarbeit anbieten, etwa um ein Thema zu bearbeiten oder eine Aktion zu starten.

Oft läuft es von alleine, wenn Du sagst „Findet Euch zu zweit, dritt, viert zusammen. Manchmal musst Du das Ganze jedoch ein wenig „begleiten“ und schauen, dass alle „unterkommen“, niemand übrig bleibt oder den Schüchternen ein wenig über die Hemmschwelle helfen.

„Durchmischen“ ermöglicht neue Erfahrungen und Begegnungen

Es ist okay, wenn sich in einer Gruppe – die schon länger zusammen arbeitet – diejenigen in Kleingruppen zusammenfinden, die sehr gern zusammen arbeiten oder etwas zusammen machen wollen … dabei aber offen und bereit bleiben auch jemand neuen in ihre Kleingruppe zu lassen. Manchmal kann es aber sinnvoll sein, einmal kräftig „durchzumischen“ und dadurch neue Begegnungen und Erfahrungen zu ermöglichen. Bei Gruppen, die neu zusammentreffen kann eine pfiffig angeleitete Kleingruppenbildung aber auch hilfreich und unterstützend sein und dazu noch Spaß machen und das Miteinander fördern.

Für Deine Kurse und Seminare stelle ich Dir hier einige kreative Methoden vor, mit denen Du Deine Gruppe spielerisch einteilen kannst.

Stress bei der Gruppenpartnerwahl

Bedenken solltest Du außerdem, dass die Gruppenpartnerwahl für einige Menschen mit Stress verbunden sein kann – und vielleicht ungute Erinnerungen weckt, weil jemand in der Schule immer der-/diejenige war, die übrig blieb…

Durch die „kreativen Hilfsmittel“ und eine klare Aufgabe gibst Du auch noch ein wenig fremdelnden Teilnehmern einen Sicherheit vermittelnden Aufhänger an die Hand. Und keine/r bleibt übrig

„Durchzählen“ … profan aber manchmal sinnvoll

Die profane Methode „durchzählen“ kennst Du ja bestimmt – und manchmal nutze ich sie auch, denn es muss nicht immer alles nochmal „methodisch aufbereitet“ werden. Du kannst auch einfach Karten mit Zahlen vorbereiten und ziehen lassen. Gelegentlich muss und sollte es einfach auch mal schnell gehen.

Vielleicht hast Du aber manchmal Lust, ein wenig kreativer vorzugehen oder die Methode passt gut zum Thema und zu Dir.

Dann probiere doch mal diese kreativen Ideen aus:

12 Kreative Methoden eine Gruppe einzuteilen

12 … oder mehr …

Klebepunkte

Eine kleine Methode mit Überraschungseffekt ist die Variante unter den Stühlen verschiedenfarbige Klebepunkte anzubringen. Wer die gleiche Farbe hat ist in einer Gruppe.

Süßigkeiten / Bonbons

Überlege Dir, wie viel Kleingruppen Du bilden möchtest und kaufe z.B. 5 verschiedene kleine Süßigkeiten / Bonbons. Diese kannst Du auch schon als Willkommensgruß auf den Stühlen verteilen… – am besten mit dem Hinweis sie noch nicht zu essen J Wer die gleiche Süßigkeit hat, ist in einer Gruppe. Auch hier gibt es einen kleinen Überraschungseffekt, wenn sich herausstellt, wozu die Süßigkeiten noch gut sind.

Außer Süßigkeiten kommen natürlich noch ganz viele andere Kleinigkeiten in Frage, z.B. Knöpfe, Perlen, Murmeln etc …. aber Süßigkeiten freuen die meisten. Statt etwas auf den Stühlen zu verteilen kannst Du auch alle Teile in ein Säckchen packen und ziehen lassen. Oder besorge eine Tüte mit Gummibärchen zum Zugreifen. Und noch eine gesunde Variante: Nimm Obst dazu.

Zitate

Zerlege verschiedene Zitate z.B. in 2-4 Teile – je nachdem, wie groß die Untergruppen sein sollen.  Aufgabe der TN ist es, die Zitate richtig zusammen zu setzen. Das bringt Bewegung und Kontakt untereinander, denn diese Aufgabe ist nur zu lösen, wenn man sich miteinander verständigt. Du kannst auch bewusst Zitate auswählen, die schon etwas mit dem Thema zu tun haben… und dann den jeweiligen Gruppen einen ersten Arbeitsauftrag geben, sich über ihre Gedanken zum Zitat auszutauschen.

Anstelle von Zitaten lassen sich auch gut bekannte Sprichworte „zerteilen“.

Puzzle

 

Postkartenpuzzle
Selbstgemachtes Postkartenpuzzle

Du brauchst dazu einige Postkarten. Wenn die genaue Teilnehmerzahl feststeht zerschneidest Du die Postkarten jeweils in so viele Teile, wie die jeweiligen Kleingruppen umfassen sollen.  Also beispielsweise 4 Postkarten in jeweils 5 Teile. Die Puzzleteile kommen in ein Körbchen und werden gezogen. In einer Gruppe ist, wer die Puzzleteile einer Postkarte hat. Auch das bringt Bewegung und Kontakt auf kreative Weise.

Memory

Für die Gruppenbildung kannst Du gut ein Memory-Spiel nutzen. Memorys gibt es inzwischen auch mit mehr als zwei gleichen Bildern und mit hübschen künstlerischen Motiven, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Anstelle eines Memorys lässt sich ebenso sehr gut ein gewöhnliches Kartenspiel verwenden … dann können sich alle en finden, alle Buben, Damen, je nach dem.

Berühmte Paare der Weltgeschichte

Dazu erstellst Du jeweils 2 Karten mit zusammen gehörenden berühmten Paaren, die sich finden müssen; z. B. Asterix und Obelix, Micky und Donald, Cäsar und Kleopatra, Tim und Struppi, Winnetou und Old Shatterhand, Maria und Josef usw. Wichtig ist, dass die Paare den TN bekannt sind.

Schütteldosen

Gruppenbildung mit Schütteldosen stellt einige Ansprüche an das Gehör Deiner TN kann aber großen Spaß machen. Du füllst dazu kleine Döschen mit unterschiedlichen Materialien. Es eignet sich alles was, Geräusche macht, wenn man es schüttelt. Und das ist eine ganze Menge. Denke z.B. an Reiskörner, Bohnenkerne, Hirse, Linsen, Sand aber auch an kräftigere Geräusche, z.B. Perlen, Schräubchen, Knöpfe… und noch mehr. Der Clou könnten gleiche Döschen ohne Inhalt sein… das Geräusch: Stille :-). Die Schütteldosen stellst Du einmal her und am besten legst Du Dir ein ganzes Sortiment zu, wenn Du Spaß an dieser Idee hast. Gut geeignet sind z.B. die alten schwarzen Kleinbildfilmdosen. Für Dich als Arbeitserleichterung kannst Du die Dosen „verschlüsselt“ markieren und musst sie so beim Zusammenstellen nicht alle öffnen.

Fäden ziehen

Für die Bildung von Paaren eignet sich die Methode „Fäden ziehen“ ebenfalls gut. Du benötigst dazu ca. 1m lange Wollfäden – halb so viele wie Teilnehmer. Du als Leitung hältst „alle Fäden fest in der Hand“ 🙂 . Jede/r greift sich ein Fadenende… die Partnerin hängt am anderen Ende.

Und hierbei wird es turbulent – vor allem für spielfreudige Gruppen:

Familie Neiher-Meier-Bayer- Peiher

Zu jedem Familiennamen gibt es 4-5 Karten: Vater Meier, Mutter Meier, Tochter Meier, Sohn Meier und Oma Meier… usw. Aufgabe ist es, dass alle Familienmitglieder zusammenfinden. In der Regel wird wild durcheinander gerufen. Wegen der Ähnlichkeit der Namen besteht akute „Verwechslungsgefahr“. 🙂

Anstelle unterschiedlicher Anfangsbuchstaben kannst Du das auch mit Maier, Meyer, Mair, Mayer und Meir durchführen.

Wie guckst Du

Wie guckst Du - Gruppeneinteilung
Wie guckst Du – Mimikaufgaben

Auf vorbereiteten Karten stehen Mimikaufgaben, z.B. Zwinkern mit dem rechten / linken Auge, Nase rümpfen, breites Grinsen , Stirn runzeln usw. Die Gruppenmitglieder finden sich anhand der gleichen Mimik zusammen.

Das große Hallo

Auf vorbereiteten Karten stehen unterschiedliche Begrüßungsrituale (Hand reichen, an die eigene Stirn tippen, Verbeugung voreinander mit gefalteten Händen, Umarmung, am Ohr zupfen, Nasen aneinander reiben (Eskimobegrüßung – Vorsicht!)

Diese Aktion ist schön, auch zum Kennen lernen, zum Einstieg in das Thema Kommunikation oder Kulturen. Wichtig ist es, eine sich noch fremde Gruppe nicht zu überfordern, und je nach Gruppenzusammensetzung harmlosere / körperkontaktfreie Begrüßungen zu wählen.

Das große Hallo - Gruppen einteilen
Das große Hallo – Begrüßungsrituale

Tierisch

Die TN ziehen Kärtchen auf denen Tierlaute stehen. Die entsprechenden Gruppenmitglieder sollen anhand der Tierlaute identifiziert werden. Die Steigerung: Tierlaute und mit geschlossenen Augen den / die Partner finden. Als Kursleitung hier unbedingt die Sicherheit im Blick behalten. Wenn jemand die Augen nicht schließen mag ist das immer zu akzeptieren.

 

Nun bist Du dran

Du siehst… es gibt sooo viele Möglichkeiten etwas Schwung in die Gruppeneinteilung zu bringen, je nach dem was Du vor hast und wie sich Deine Gruppe zusammen setzt. Wenn Du keine Partnerarbeit machst, empfehle ich Dir 4-5 TN für die Arbeit in einer Kleingruppe. Das ist eine sehr übersichtliche arbeitsfähige Anzahl, die sich gut miteinander organisieren kann .

Ich freue mich auf Deine Erfahrungen… oder Ergänzungen zu weiteren Methoden, gern im Kommentar.

Wenn Du mehr Kreative Methoden kennen lernen möchtest, dann freue ich mich, wenn Du Dich zu einem meiner Seminare anmeldest. Unter „Kreative Methoden für lebendige Gesundheitstrainings“ erlebst Du eine Menge spannender und vielseitiger Ideen für Deine Kurse und Seminare.

https://gesundheitskurse-rhein-main.de/training/kurse-termine/

https://gesundheitskurse-rhein-main.de/training/

Herzlich Trudy Henn

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