Geschichte vom KLEINEN BAUMWOLLFADEN

Die Geschichte vom KLEINEN BAUMWOLLFADEN

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass er nicht ausreichte, so, wie er war: „Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach“, sagte er sich, „und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, dazu habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos.


Ja, wenn ich ein Goldfaden wäre, da könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so?! Es reicht eben nicht! Zu nichts bin ich nütze. Ich bin ein Versager. Niemand braucht mich. Niemand mag mich – und ich mich selbst am wenigsten.“


So sprach der kleine Baumwollfaden zu sich selbst, legte eine traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.


Währenddessen lief draußen in der kalten Nacht ein Klümpchen Wachs in der beängstigenden Dunkelheit verzweifelt umher. „Für eine dicke Weihnachtskerze bin ich viel zu klein“ jammerte es „und wärmen kann ich kleines Ding alleine auch niemanden. Um Schmuck für eine tolle große Kerze zu sein, bin ich zu langweilig. Ach was soll ich denn nur tun, so alleine in der Dunkelheit?“


Da kam das kleine Klümpchen Wachs am Häuschen des Baumwollfadens vorbei! Und da es so sehr fror und seine Angst so riesig war, klopfte es schüchtern an die Türe.
Als es den niedergeschlagenen kleinen Baumwollfaden sah, kam ihm ein wunderschöner Gedanke und es sagte eifrig: „Lass dich doch nicht so hängen, kleiner Baumwollfaden. Ich weiß was. Wir beide tun uns zusammen. Für eine große Weihnachtskerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab‘ dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal.

Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu schimpfen!“
Verfasser unbekannt

…und was ist erst, wenn viele kleine Lichter angezündet werden:-)

Ich wünsche Dir eine besinnliche leuchtende Zeit. Herzlich Trudy Henn

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Die Wunderfrage

Schärfe Deine Wahrnehmung für das, was Du tun kannst

Wenn Du Dich mit einem Problem beschäftigst oder mit Deiner aktuellen Situation unzufrieden bist, kann es sinnvoll sein, sich einmal mit Hilfe der „Wunderfrage“ einer Lösung zu nähern. Wie wäre es denn eigentlich wenn… das Problem gelöst wäre, Du ganz  zufrieden ins Leben schauen könntest? Was wäre anders? Woran würdest Du das bemerken, oder würdest Du es möglicherweise gar nicht registrieren? Wenn Du Deine Wahrnehmung einmal dafür schärfst, kannst Du leichter erkennen, was Du tun, und welche Schritte Du gehen kannst. Außerdem erhältst Du  ein Gespür für all die kleinen Zeichen und Dinge, die mit Deiner gewünschten Veränderung einhergehen. Auf spielerische Weise setzt Du so positive Zukunftsfantasien frei.

Stell Dir vor, …

… Du gehst wie jeden Abend zu Bett. Du ziehst Dich um wie immer, legst Dich hin wie immer, tust das, was Du immer tust, und schläfst friedlich ein. Du schläfst tief und traumlos. Doch über Nacht geschieht ein Wunder. Durch dieses Wunder ist das Problem, das Dich seit langem beschäftigt gelöst.

  • Woran wirst Du als erstes merken, das ein Wunder geschehen ist?
  • Wie wird Dein Tag dann aussehen?
  • Was wird anders sein als sonst?
  • Wer in deiner Umgebung wird als Erster merken, dass ein Wunder geschehen ist, und woran?
  • Wer wird besonders überrascht sein?
  • Wer wird nach dem Wunder etwas anders machen?
  • …?

nach Steve de Shazer

Mach Dich bereit

Lege Dir nun Stift und Papier bereit und mache es Dir gemütlich … und nimm Dir nun einmal Zeit nur  für Dich.

Ich freue mich, wenn Du über Deine Erfahrungen berichtest.

Herzlich Trudy Henn

Die Wunderfrage

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